Ginger flippt völlig aus...

Alles, was mit dem Verhalten zu tun hat

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Re: Ginger flippt völlig aus...

Beitragvon Wilde Hilde » 12.09.2018, 13:47

Da hilft leider nicht viel, außer sehr ausgeprägtes Training. Es ist nun mal ihr Instinkt, da ist es schwer gegen anzukommen.
Evtl. kann eine Hundeschule helfen um speziell den Rückruf in dieser Situation zu trainieren.
Ich selbst habe das Problem mit Letty, es passiert selten und ist schon lange her, sie ist dann irgendwo im Wald in Sichtweite, aber kommt einfach nicht zurück (blöde Kuh :roll: ).
Letty habe ich auf eine Büffelhornpfeife trainiert mit Leberwurst. Wenn ich pfeife ist sie auch schon da :mrgreen:
Die Körpersprache lesen zu können ist auch sehr hilfreich, sobald sie hektisch werden einfach anleinen bevor sie abzischen können.
Viele Beagle oder andere Hunde werden nur an der Leine ausgeführt.
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Re: Ginger flippt völlig aus...

Beitragvon Beagle-im-Teich » 12.09.2018, 20:48

Wie bereits gesagt, ist Jules Jagdtrieb nicht sonderlich ausgeprägt. Dennoch lasse ich sie im Wald nur an der 7,5 m Schleppleine laufen. Die halte ich zwar nicht immer in der Hand, kann im Bedarfsfall aber schnell drauf treten.
Die Leine ist am Halsband befestigt; nicht an einem Geschirr. Der leichte Ruck am Hals lässt Jule in ihrer Aktion sofort inne halten und lenkt ihre Aufmerksamkeit um. Sie sieht mich an und ich kann den Fuß wieder von der Leine nehmen.
Früher habe ich das mit einem Geschirr ausprobiert. Erfolglos. Jule hat sich einfach dagegen gestemmt und weiter gezogen.(Aber ich will damit jetzt hier keine Diskussion pro und contra Halsband/Geschirr lostreten.)
I.d.R. reagiert Jule jedoch auf ein HALT ziemlich zuverlässig.

Ob das auch für Ginger eine Möglichkeit ist, musst du beantworten. Ansonsten könnte ein Training bei Caesar Milan, Martin Rütter oder einem anderen Hundprofi euch helfen. Aber jeder Hund ist anders. Trainer auch. ;)
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Re: Ginger flippt völlig aus...

Beitragvon Steffen64 » 13.09.2018, 12:12

Hallo zusammen,

danke für die Rückmeldungen. Milan & Co. sind keine Option. Ich werde versuchen, das abrufen auf dem Hundeplatz verstärkt trainieren.

Gruß

Steffen
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Re: Ginger flippt völlig aus...

Beitragvon Steffen64 » 13.09.2018, 12:14

Wilde Hilde hat geschrieben:Die Körpersprache lesen zu können ist auch sehr hilfreich, sobald sie hektisch werden einfach anleinen bevor sie abzischen können.



... bei diesem Anzeichen ist sie meist schon 5 -10 vor mir. Das schaffe ich nicht mehr, sie dann anzuleinen.

Gruß

Steffen
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Re: Ginger flippt völlig aus...

Beitragvon Beagle-im-Teich » 13.09.2018, 20:00

Steffen64 hat geschrieben:... bei diesem Anzeichen ist sie meist schon 5 -10 vor mir. Das schaffe ich nicht mehr, sie dann anzuleinen.
Siehste. Genau deshalb läuft Jule an der Schleppleine. Da kann ich im Notfall drauf treten und sie bremsen. :biggthumpup
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Re: Ginger flippt völlig aus...

Beitragvon Wilde Hilde » 14.09.2018, 08:09

Steffen64 hat geschrieben:... bei diesem Anzeichen ist sie meist schon 5 -10 vor mir. Das schaffe ich nicht mehr, sie dann anzuleinen.


Dann scheinst du es nicht früh genug zu erkennen oder sie ist direkt von 0 auf 100 und du hast deshalb keine Chance....
Bei meinen Mädels kann man es gut beobachten (auch 20 Meter weiter). Sobald ich da was bemerke rufe ich sie ab, natürlich gegen Belohnung.
Da sie sich noch nicht in die Situation reinsteigern konnten ist es eigentlich kein Problem. Mindestens klappt es, dass sie mich anschauen und da stehen bleiben :roll: sie haben natürlich auch nicht immer Lust zu kommen nur weil ich das will, schon gar nicht wenn es super duftet :lol:
Auf jeden Fall wissen sie, wenn ich sie ableine, dass ich Leckerchen dabei habe. Das ist wie eine Versicherung für mich. Dann sind sie wesentlich aufmerksamer wo ich bin und ob ich vielleicht mal was gebe.
Ich rufe dann immer mal ohne Grund wenn sie grad nicht abgelenkt sind. Das klappt super. So festigt sich das ganze ;)

Macht Ginger das eigentlich immer an einer ähnlichen Stelle oder mal hier, mal da? Sonst könntest du natürlich die Stelle großzügig angeleint gehen oder eine andere Route probieren.
Wir haben unsere Stellen im Wald, wo ich weiß, da sind Rehe und Co. viel unterwegs.
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Re: Ginger flippt völlig aus...

Beitragvon Steffen64 » 14.09.2018, 09:13

Hallo Chana,

Ginger findet immer und überall eine heiße Spur. Das sieht so aus: Sie wittert, sie schlendert langsam in den Wald und rast dann wie bekloppt der Spur hinterher. Und natürlich habe ich Leckerlis dabei. Wir trainieren jeden Tag alle relevanten Kommandos abgeleint im Wald. Das klappt auch, wenn auch mit manchen Ausnahmen, die dann zum Alptraum werden.

Gruß

Steffen
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Re: Ginger flippt völlig aus...

Beitragvon Maus1970 » 23.09.2018, 20:27

Hallo lieber Steffen!

Leider wirst du nicht darum herum kommen, daß du Ginger zunächst einmal für eine längere Zeit an der Leine behältst. Das Jagen ist extrem selbst belohnend. Jedes Mal wenn sie die Gelegenheit bekommt zu jagen belohnt sie sich damit selbst und dieses Verhalten wird massiv verstärkt. Du solltest ganz konkretes Antijagdtraining machen. Am Besten mit Trainer. Für sie bedeutet der Wald aktuell nur eines: JAGEN, JAGEN und nochmals JAGEN.
Deine Aufgabe ist es jetzt ihr klar zu machen, daß du das nicht duldest. Deshalb solltest du, so bald sie anfängt im Wald so hochzudrehen, sie ins Fuß nehmen und s o f o r t den Wald mit ihr verlassen. Ihr muß klar werden, daß der Jagdmodus von dir absolut nicht erwünscht ist. Auf der anderen Seite solltest du ihr viel Möglichkeiten bieten, daß sie sich draußen mit dir beschäftigt, Spaß hat.
Ich würde sogar dazu raten den Wald erst einmal längere Zeit komplett zu meiden und ihr in anderen Gebieten, in denen sie nicht so abgelenkt ist und nicht schon so gelernt hat, daß es jagen heißt, zeigen, daß ein Spaziergang Spaß mit dir bedeutet.
Ich bin ebenfalls nicht der Meinung, daß man einen nicht einfach so durch den Wald rennen lassen sollte. Das kann ganz schnell daneben gehen.

LG

Franziska mit Till
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Re: Ginger flippt völlig aus...

Beitragvon Emmchen » 24.09.2018, 09:56

Bei meinen Hunden ging das Umschalten von normalen im Wald schnuffeln zu ich haue ab, weil die Spur da ist immer rasend schnell. Emma war dann nicht mehr abrufbar und Barney ist auch nicht mehr abrufbar. Bei beiden Hunden finde ich, dass sie dann in ihrer eigenen Jagdwelt sind und ich nicht mehr an sie herankomme. Ich kann vor ihnen stehen, sie mit den besten Leckerchen ansprechen, sie wollen nur jagen. Bis beide cirka 10 Monate alt waren, bin ich mit ihnen immer ohne Leine im Wald gegangen und sie waren jederzeit abrufbar und haben echt gut gehört. Aber nach dem Entdecken der ersten Spur, können sie in wildreichen Gebieten nicht freilaufen. Emma und auch jetzt Barney können aber in Gebieten, wo kein Wild ist, freilaufen, da kann ich sie abrufen. Und in wildreichen Gebieten ist Barney jetzt halt auch an der 10-Meter-Schleppleine. Wir üben viel, aber der Drang die Spur zu verfolgen ist leider größer.
Viele Grüße Petra und Barnaby.
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Re: Ginger flippt völlig aus...

Beitragvon wennichwill » 24.09.2018, 11:03

Hallo,

wenn ich das lese gibt es paralellen zu unserer Fellnase.
Ich würde sagen sie hat das Jagen für sich entdeckt, einmal auf den Geschack gekommen wird das sehr sehr schwer .
Unsere Trainerin die selbst Jäger ist meint ,wenn der Hund einmal „ Blut geleckt hat“ ist es durch und der will immer wieder diesen kick.
Man kann nur versuchen das umzuleiten.
Unsere kleine hat vor Wochen einmal eine Katze gejagt, zum Glück hat diese nach mehrern 100 Meter einen Baum erreicht und so konnte ich den Beagle wieder einfangen.
Jetzt hält sie bei jedem laufen nach Katzen ausschau, sobald sie eine entdeckt stellt sich der Jagdmodus ein , total fokusiert, die Nacken bzw. Wirsthaare stellen sich und das jagdliche Bellen setzt ein.
Hier versuche ich sie abzulecken, zuerst muss sie aus dem Jagdmodus , kann schon mal eine halbe Stunde dauern, sie muss sitzen und sich beruhigen, ist das geschafft ist ein Spiel angesagt ,irdwas was ihr gefällt.
Wenn das durchlaufen ist laufen wir weiter ,es kann aber sein das sie gleich wieder in den Jagdmodus umschaltet und das Spiel beginnt von neuem.
Das ist nicht machbar wenn man arbeiten muss, da hilft nur Leine.
Was uns hilft wir machen Mantrail und Flächensuche das gibt dem Tier eine sinnvolle Aufgabe und danacht ist fertig.
Die Jäger sagen je mehr der Hund jagt je mehr möcht er den kick.
Ich bin froh, dass unsere Fellnase es noch nicht geschafft hat abzuhauen, den wenn ein Hund jagt und der Jäger entdeckt das hat der Hund schlechte Karten und es ist nicht mehr lange bis die Jagdsaison beginnt.
Wir hatten auch schon überlegt unseren Hund bei der Stöber oder Treibjagt einzusetzen, weil unsere Hundtrainerin würde das ermöglichen, aber dann ist Hund auf die Jagt geprägt.
Ganz nebenbei bräuchte sie eine Kevlarweste wenn der Sauen und einen guten Sender.
Denn es kann schon vorkommen das der Hund bei der Jagd mal 20 km und weiter weg eingesammelt werden muss.
Der Beagle ist nun mal ein Jagdhund.
Ich sage immer ich habe zwei Hunde in einem , einen sehr lieben kuschel Haushund, und einen Jagdhund wenn sie im freien ist , manchmal ist das schon zum Mäuse melken mit dem Jagdtrieb.
Ich glaube ,dass wenn der Hund einmal entdeckt hat wie schön jagen ist will er das nicht mehr missen.
Da hilft nur noch Leinenzwang oder eingezäuntes Gelände.
Habe dem schlafenden Hund gerade übers Gesicht geleckt, damit er mal weiss wie das ist :-)
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Re: Ginger flippt völlig aus...

Beitragvon Steffen64 » 25.09.2018, 12:26

Hallo Franziska,

danke für dem Input. Der Jagdmodus schaltet sich ja nicht immer ein. manchmal laufen wir am frühen Abend auf einer Runde 5-7 KM durch die Pampa und nix passiert. Dennoch lasse ich sie morgens, wenn der Wald noch riecht nicht mehr von der Leine. Ich probiere mal das Anti-Jagd-Training, denn auf den Wald möchte ich selber als Mensch nicht verzichten. Vllt hägre ich mir ja mal einen Ring Leberwurst ans Bein :lol:

Ich melde mich wieder

Gruß

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Re: Ginger flippt völlig aus...

Beitragvon Steffen64 » 25.09.2018, 12:34

Hallo wennichwill,

jagen oder hetzen tut Ginger nicht. Eher schnüffeln, aber das mit Hingabe. Sobald sie ein Reh sieht, läuft sie 3 Meter in diese Richtung, bis sie dann merkt, "oh, das Reh ist ja viel größer als ich" und dreht auf der Stelle um und läuft zu mir. Sie kommt ja immer zurück. Nur manchmal dauert mir das persönlich zu lange. Für die Jagd ausbilden, wäre "ÖL ins Feuer gießen", da ich außerdem vom Töten nix halte, egal aus welchem Grund.

Aktuell läuft sie morgens an der Leine und mittags 70% abgeleint auf bekannten Wegen, wo auch Hunde sind zum spielen. Wenn wir im freien Feld laufen, gräbt sie jedes Mausloch an. genauso blöd :-x

Gruß

Steffen
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