Gestern morgen im Wald ein kleiner Albtraum...

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Gestern morgen im Wald ein kleiner Albtraum...

Beitragvon Steffen64 » 04.10.2017, 09:52

Hallo zusammen,
normalerweise laufen wir mit Ginger abgeleint im Wald. Bis dato lief es super. Sie bewegte sich zwar ab und an ein bissel weiter weg, kam aber innerhalb von 2-3 Minuten zurück. Gestern allerdings kam sie erst nach 12 Minuten zurück. Das ist eine Ewigkeit bei Regen alleine frühmorgens im Wald. Nat. hat sie wieder irgendwas gefressen. Bei Regen ist Ginger wie ausgewechselt und erschnüffelt Dinge, von denen ich nicht mal im Traum dran denke, dass es sie gibt. Ich wollte schon nach 10 Minuten nach Hause laufen, bin aber dann doch geblieben und das war gut so.

Fazit 1 an diesem Morgen. Sollte der Hund ausbüchsen, unbedingt am letzten gemeinsamen Standpunkt bleiben, sie kommen mit Sicherheit zurück.
Fazit 2 für die Zukunft: Sollte man wie wir, bereits um 05:45 im Wald sein, ist es nicht ratsam, den Hund abgeleint laufen zu lassen, trotz Leuchthalsband. Schon gar nicht, wenn man nach hinten kein großes Zeitfenster hat. Deshalb gibt es jetzt erst mal wieder die 8 Meter Flex-Leine, bis ich weiß warum sie so anders ist, denn einen ausgeprägten Jagdtrieb hat sie nicht. Wenn sie Rehe sieht, bleibt sie einfach stehen :sup:

Oder habt ihr ggf. eine Erklärung?

Gruß

Steffen
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Re: Gestern morgen im Wald ein kleiner Albtraum...

Beitragvon Snoodi » 05.10.2017, 09:07

Durch Regen werden die Gerüche noch einmal um ein Vielfaches intensiviert. Selbst wenn Ginger bis jetzt noch keinen Jagdtrieb gezeigt hat heißt das nicht, dass sie keinen hat. Die Idee mit der 8-Meter-Flexi ist gut.
Liebe Grüße Iris
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Re: Gestern morgen im Wald ein kleiner Albtraum...

Beitragvon Steffen64 » 05.10.2017, 09:13

Hi Iris,

danke für die Rückmeldung. So was in der Art habe ich mir auch gedacht. Mal sehen, wie es heute ist, wenn der Wald ein bissel trockener ist. Leider tritt auch das "Kot-fressen" wieder vermehrt auf. Mir fällt's halt schwer, den Hund immer angeleint im Wald laufen zu lassen. Ich pers. finde das halt nicht ganz artgerecht.

Gruß

Steffen
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Re: Gestern morgen im Wald ein kleiner Albtraum...

Beitragvon Snoodi » 05.10.2017, 13:11

Na ja, artgerecht ist es auch nicht für Wildtiere, dass sie von Hunden durch den Wald gejagt werden und auf der Straße dann in ein Auto laufen, das habe ich hier bei uns schon einmal erlebt. Das trifft auf euch jetzt zwar nicht zu, aber wenn ich dann die Halter der jagenden Hunde anspreche sagen sie :"Das hat er/sie noch nie gemacht".
Wer's glaubt :aerger .
Vom Grundsatz her ist es ja auch völlig okay, wenn Hunde unangeleint im Wald herumtollen. Sie müssen dann aber zu 100 % abrufbar sein und der Halter muss jederzeit Zugriff auf seine(n) Hund(e) haben.
Mit persönlich ist das Risiko, dass der Hund etwas aufnimmt, was nicht gut für ihn ist, auch zu hoch. Es muss ja nicht immer die Hinterlassenschaft von Hunden sein, die eingefressen wird.
Liebe Grüße Iris
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Re: Gestern morgen im Wald ein kleiner Albtraum...

Beitragvon Steffen64 » 05.10.2017, 18:32

Ja, Snoodi, das stimmt natürlich auch, was Du sagst. Gibt halt immer 2 Seiten der Medaille.

Gruß


Steffen
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Re: Gestern morgen im Wald ein kleiner Albtraum...

Beitragvon Steffen64 » 07.05.2019, 12:22

Nach nunmehr 3 Monaten Freigang im Wald, hat sich Ginger mal wieder für 20 Minuten in den Wald verabschiedet. Diesmal hab ich mich einfach hingesetzt und gewartet. Als sie dann kam, hat sie mich erschöpft "angelächelt ". Ich kanns ihr halt nicht verwehren.

Grüße

Steffen
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Re: Gestern morgen im Wald ein kleiner Albtraum...

Beitragvon Beagle-im-Teich » 07.05.2019, 17:28

Frei laufen im Wald hat sich für Jule vorerst erledigt, nachdem sie Anfang April einem Reh nachgejagd ist und erst nach 1/4 Stunde zurück kam. Es ist zwar nichts passiert, aber ich muss das nicht haben. Vor allem in dieser Zeit nicht.
Jetzt ist Brut und Setzzeit. Da will ich keinen Ärger bekommen. In Niedersachsen z.B. gilt eine grundsätzliche Anleinpflicht vom 1. April bis 15. Juli. In NRW dürfen Hunde nur auf den Wegen, Böschungen und Brachflächen frei laufen, wenn von ihnen keine Gefahr für Mensch und Tier ausgeht. Und da "gefährliche" Hunde nach dem Gesetz schon solche sind, "die .... unkontrolliert Wild gehetzt haben", möchte ich nicht gezwungen sein, Jule mit Leine und Maulkorb führen zu müssen.
Wir werden also in nächster Zeit in den Rheinauen spazieren gehen und die Vogelschutzgebiete vermeiden. Denn da gibt es in NRW eine Leinenpflicht vom 1. März bis 31. Juli.
Ich freue mich schon auf Texel im Juni, denn da sind die Einschränkungen für Hunde sehr übersichtlich.
Liebe Grüße von Jule, Paula
und Hermann

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Re: Gestern morgen im Wald ein kleiner Albtraum...

Beitragvon Steffen64 » 08.05.2019, 10:50

Hallo Hermann,

das gibt einem natürlich zu bedenken. Ich werde es auch auf Ausnahmen beschränken. Zumal Ginger Zecken sammelt, wie Kinder ihre Murmeln.

Grüße

Steffen
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Re: Gestern morgen im Wald ein kleiner Albtraum...

Beitragvon NBKBeagle » 05.06.2019, 20:10

Intensiver sind Duftspuren nach und nicht während dem Regen. Man sollte seinen Kumpel schon gut kennen und lesen können. Also wann er anfängt ne Spur aufzunehmen.
Wenn man da nicht unmittelbar eingreift, ihn zb ablenkt oder anleint, kann man sich späteres Rufen sparen. Dann ist die Spur der Weg. Mit Glück von nem Spurlaut begleitet, aber ohne Pferd kann man den auch getrost ignorieren.
Blöd ist wenn er bei der Jagd nem Förster vor die Flinte läuft,..
Deshalb Wald nur wenn man Kontrolle über das Schlitzohr hat.
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