Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel / Rettungshund ?

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Re: Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel ? / Rettungs

Beitragvon sonnenschein » 04.01.2012, 00:44

danie hat geschrieben:So ist es bei den zwei Staffeln auch, bei denen ich mich schon mal interessehalber erkundigt habe. Da wird zumindest mal jeder Hund in jedem Bereich ausgebildet. Wie er dann nach der Prüfung letztendlich eingesetzt wird, kann ich leider nicht sagen.

Bilden die die Hunde richtig in beiden Bereichen aus oder prüfen die eventuell nur die Eignung für das eine oder andere? Nicht, daß ich an Deiner Aussage zweifle, aber soweit ich das verstanden habe, braucht man ein paar Jahre, um einen Rettungshund so auszubilden, daß er die Prüfung schaffen kann. Da wäre es schon ein ziemlicher Aufwand, beides zu trainieren und vor allem das dann zu differenzieren.

Wie ladycora denke ich auch, daß es fast unmöglich ist, beides gleichzeitig auf hohem Niveau zu machen, auch wenn die Kommandos unterschiedlich sind. Der Mantrailer geht spurtreu dem Geruch der einzelnen Person nach und soll zumindest im Training bei mehreren Versteckpersonen genau DIE eine richtige anzeigen. Der Flächensucher bekommt sein Gebiet angezeigt und versucht über Stöbersuche irgendeinen Menschen zu finden. Wenn der Hund beides macht, wird er beim Trailen dann jeden anzeigen, dem er begegnet. Das Ganze hat durchaus Parallelen zur Jagd, wo man auch für verschiedene Zwecke entweder Vorsteh-, Apportier- oder Schweißhunde einsetzt.

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Re: Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel ? / Rettungs

Beitragvon danie » 04.01.2012, 00:52

in den beiden besagten Staffeln wird auch klipp und klar gesagt, Ausbildung geht drei Jahre. Ich finde es leuchtet ein, dass man in drei Jahren einem Hund einiges beibringen kann. Darum ist ja auch der Zeitaufwand normalerweise so hoch. Aber wie ich ja schon geschrieben habe, es muß ja nicht heißen, dass sie dann auch in beiden Bereichen eingesetzt werden (können).

Jetzt leuchtet vielleicht auch ein, warum man Zweifel bekommt wenn man hört eine Staffel trainiert nur einen Bruchteil von Zeitaufwand des Trainings einer bundesweit anerkannten Staffel.
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Re: Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel ? / Rettungs

Beitragvon sonnenschein » 04.01.2012, 02:48

Welche beiden Staffeln sind das bitte?
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Re: Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel ? / Rettungs

Beitragvon ladycora » 04.01.2012, 09:06

ja ich würde das auch gern erfahren, nur interessehalber.
bei der ausbildungszeit kann man nicht sagen wie lange sie dauert, egal in welcher sparte. es komm auf die veranlagung des hundes an, auf den hundeführer und auch auf den ausbilder! meine ausbildung dauerte nur 1 jahr, dann war ich prüfungsfertig (weil cora sehr gute voraussetzungen hatte und mein ausbilder top war).
normalerweise sagt man, dass die ausbildung zu einem prüfungsfertigen hund ca 1,5-3 jahra dauert. wegen problemen (wie schon beschrieben mit cora) hat unsere letzendlich auch 4 jahre gedauert.

diese ausbildungszeit steht leuten bevor, die sehr regelmäßig am training teilnehmen (mind 1x pro woche), wenn ich jetzt auch noch zu der flächenarbeit das trailen mit reinnehmen, dann kommt mein hund vor lauter arbeit entweder gar nicht mehr runter oder irgendwas is schief gelaufen.
ich stimme sonnenschein zu, wenn es heisst, beide kann man nicht professionell machen, aber ich lasse mich gern vom gegenteil überzeugen (antesten und bis zur eignung oder vorprüfung ja, aber nicht bis zu einsatztauglichkeitsprüfung)

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Re: Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel ? / Rettungs

Beitragvon danie » 04.01.2012, 12:03

ladycora hat geschrieben:ich stimme sonnenschein zu, wenn es heisst, beide kann man nicht professionell machen

Tut mir leid, das habe ich nie behauptet. Ich hatte geschrieben
danie hat geschrieben:wie er dann letztendlich eingesetzt wird, kann ich leider nicht sagen

danie hat geschrieben:Aber wie ich ja schon geschrieben habe, es muß ja nicht heißen, dass sie dann auch in beiden Bereichen eingesetzt werden (können).

:!:
Ebenso habe ich auch nie behauptet, zu wissen bis zu welchem Stand/bis zu welcher Prüfung beides trainiert wird. Dafür ist doch sowieso jeder Hund zu individuell.

Und bei der hohen Zahl an Rettungshundestaffeln in DE, wird das auch viel zu unterschiedlich gehandhabt. Lediglich die Prüfungen sind vielleicht einheitlich, aber keiner kann über die Ausbildungsarten jeder Staffel bescheid wissen, aber oft sind sie auf deren HPs nachzulesen und man muß einfach für sich entscheiden wo man sich orientieren möchte. Leider denkt ja schon bald jedes Kaff es muß eine Möchte-Gern-Untergruppe der Landesgruppe, welche unter irgendeiner Gruppe irgendeines Dachverbands arbeitet etc. p. p. eine Rettungshundestaffel errichten, welche dann nicht mal eine bundesweite Anerkennung hat und lediglich das Niveau eines besseren Gerätetrainings bzw. eines Hundeabenteuerspielplatzes für Hunde in einer Hundeschule hat - die gibt es leider auch. Das ist als schaffe ich einen Welpen mit Papieren eines Dissidenzvereins an und merke erst zu spät, dass es ja kein VDH-Hund ist und vermutlich nie sein wird...

Und nein Michael, und nein "ladycora", damit möchte ich nun keine der Staffeln angreifen, denen Ihr zugehört - kann ich ja gar nicht... nicht dass sich hier wieder jemand auf den Schlips getreten fühlt.
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Re: Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel ? / Rettungs

Beitragvon ladycora » 04.01.2012, 16:53

hihi...
dein vorletzter absatz is ganz nach meine nase :-D daumen hoch, fühle mich nicht angegriffen.
dann is das bei uns angekommen, dass wir dich falsch verstanden haben. der punkt is letztendlich ja nur der, dass (zumindest hier) scheinbar niemand jemanden oder eine staffel kennt, die ein und den selben hund zur gleich zeit fläche und mantrailing geprüft haben.
darum ging es doch jetzt grad oder?
doch ich glaube schon, wenn du es nicht sicher sagen kannst, dann lassen wir diese staffel einfach mal raus, denn man will ja keine falschen gerüchte verbreiten.

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Re: Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel ? / Rettungs

Beitragvon danie » 04.01.2012, 18:45

ladycora hat geschrieben:darum ging es doch jetzt grad oder?

Nicht ganz... dachte es ging ums ausbilden und nicht ums prüfen. Aber mir jetzt auch egal, ich mach da jetzt keine Doktorarbeit draus... weil augenscheinlich verstehen wir uns nicht und da kann man wohl nichts ändern.
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Re: Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel ? / Rettungs

Beitragvon ladycora » 04.01.2012, 21:42

ich gehe eigentlich immer davon aus, dass das ziel die prüfung ist, denn es ist in meinen augen sehr schade, wenn man einen hund ausbildet (just for fun) und er ist am ende gut und man nutzt diese fähigkeiten nicht für was gutes. soll nicht heißen, dass ich privattrailer, die in einsatz gehen unterstütze aber eine private vorbildung wäre kein schlechtes sprungbrett für ein professionelles rettungshundeteam (gehe jetzt mal auf trailer ein, da es flächen und trümmersuche eher weniger privat gibt).

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Re: Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel ? / Rettungs

Beitragvon sonnenschein » 05.01.2012, 01:25

danie hat geschrieben:nicht dass sich hier wieder jemand auf den Schlips getreten fühlt.

Keine Bange, Schlipse trage ich normalerweise nicht, sodaß Du gar nicht drauftreten kannst. Es hätte mich halt im Detail interessiert, was diese Staffeln so anders machen, als das, was ich kenne. Die geprüften Einsatzhunde hier bei uns haben zwei bis drei Jahre Ausbildung hinter sich. Bei einem talentierten Mantrailer kann das vermutlich erheblich abgekürzt werden, so er denn die Basisprüfung schon schafft.

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Hund zum Rettungshund ausbilden lassen?

Beitragvon Semalinox » 22.09.2012, 14:01

*edit by GIBSBY: BildThema zusammengeführt Bild
evtl. geben Dir die vorherigen Beiträge ja jetzt auch schon Aufschluss zu der Frage !! ;)
---->> CLICK: Hier geht es zu Fragen und Antworten zum Thema Suchfunktion
Sollte es dennoch Probleme mit der Suchfunktion geben, meldet euch bitte bei den MODs. Vielen Dank !!

Hallo,

wie ich ja schon geschrieben haben, haben unsere Nachbarn einen kleine Beagle-Welpen. Der ist so knuffig...naja, sind Welpen ja eigentlich immer.
Über unser Mitbringsel, eine kleines Hundespielzeug, habe sich alle gefreut, auch der Welpe ;)

Jetzt sagten unsere Nachbarn, dass sie ihn nach der Welpen- und Junghund-Schule zum Rettungshund ausbilden möchten. Geht das so einfach?

Habe hier mal einen interessanten Link: http://www.hundeboard.com/hundesport-f4/bundesverband-rettungshunde-e-v-1679/. Ich finde das sehr gut! Und eine sinnvolle Sache.

Ich dachte nur, dass sich nicht jeder Hund unbedingt hierfür eignet. Wer sucht die passenden Hunde aus? Oder kann jeder mit seinem Hund dorthin?

Hat hier von Euch schon mal jemand damit Erfahrung sammeln können? Meine Nachbarn sind auf jeden Fall voller Elan.
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Re: Hund zum Rettungshund ausbilden lassen?

Beitragvon Hexe » 22.09.2012, 14:43

Warum eingentlich nicht.
Erfahrungen habe ich keine.
Natürlich kommt es schon auf das Wesen des Hundes an.
Aber mit einer guten Ausbildung könnte ich mir das schon mit einem Beagle vorstellen.
Fähreten können sie ja super gut.
Bis das Team auch in den Einsatz geht muss es eh die ein oder andere Prüfung ablegen.
Nur Fledermäuse lassen sich hängen

Liebe Grüße
Diana und die Beaglebande mit dem Aussiezwerg die einfach nur Spaß haben
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Re: Hund zum Rettungshund ausbilden lassen?

Beitragvon sonnenschein » 22.09.2012, 16:21

Semalinox hat geschrieben:Geht das so einfach?

Es geht, aber nicht einfach. Je nach Veranlagung des Hundes muß zunächst entschieden werden, ob der ein Flächensuchhund oder ein Mantrailer werden soll. Ein Beagle eignet sich eher für zweites, es gibt allerdings auch Flächensuch-Beagle.

Der Hund muß zunächst einen genau definierten Eignungstest bestehen. Wenn er Flächensucher werden soll, benötigt er außerdem die Begleithundprüfung (oder vergleichbares, aber nicht Hundeführerschein) und am Ende der Ausbildung eine genormte Prüfung. Nicht zu verachten ist die Ausbildung des Hundeführers. Man benötigt einen Sanitäter-Kurs, Funkausbildung, Erste Hilfe am Hund, Orientierung mit Karte und Kompass, Kynologie und ein paar weitere Kleinigkeiten, um überhaupt zur Prüfung mit Hund antreten zu dürfen. Das alles im Zusammenspiel mit möglichen Einsätzen erfordert einen hohen unbezahlten Zeitaufwand und dementsprechend ausgeprägtes Helfergen.

Wenn Deine Nachbarn das wirklich wollen, empfehle ich allerdings so früh wie möglich mit der Ausbildung zu beginnen, da die Lernwilligkeit der Zwerge doch höher ist als wenn man erst später anfängt.

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Re: Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel / Rettungshu

Beitragvon Timberland » 12.12.2012, 20:51

Hallo,

also ich bin ganz neu und unerfahren auf diesem Gebiet und ganz beeindruckt was für Kategorien und Arten der Suche es gibt. Interessieren tut mir das Thema deshalb, weil wir heute in der Hundeschule von unserer Trainerin gefragt wurden, ob wir nicht Mantrailing machen wollen, da Timber sein gute Nase in den Welpenstunden immer wieder unter Beweis gestellt hat.
Ich habe zwar ein bisschen gegoogelt, bin aber wie gesagt Neuling auf diesem Gebiet.

Könnte ihr mir vielleicht ein gutes Buch empfehlen, damit ich mich vorab ein bisschen einlesen kann?

Wie läuft so etwas denn ab? Wie kann ich mir so einen Tag denn vorstellen?

Würde mich sehr freuen über ein paar Berichte, damit ich weiß was mich beziehungsweise uns erwartet. Was werden denn für Kommandos verwendet, wenn der Hund losgeschickt wird?

Liebe Grüße
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Re: Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel / Rettungshu

Beitragvon sonnenschein » 13.12.2012, 00:39

Servus,

ich würde mich vorher gar nicht so sehr in die Materie einlesen, sondern der Trainerin vertrauen, es sei denn Du hast ernsthaft eine Rettungshundausbildung vor. Bücher gibt es zum Thema jede Menge, aber jeder Autor hat da in Details andere Glaubenssätze und gibt vor, die Weisheit für sich gepachtet zu haben. Das beste Buch, das mir bisher untergekommen ist, ist von Armin Schweda. Gut finde ich es deswegen, weil der sehr viele Grundlagen zu Opferbindung und vor allem Gerüchen erklärt. Zum Trailen als solches dann aber gar nicht mehr soviel :-)

Bedenke auch, daß Dein Hund noch jung ist und Du ihn nicht mit zu hohen Erwartungen überforderst.

Wie so etwas abläuft kann ich natürlich nur aus meiner Erfahrung schildern, andere Ausbilder gehen mitunter andere Wege ;-)

Wir haben den Hund bei den ersten Trailterminen erstmal langsam dran geführt. Eine Person bekommt sein Futter in einer Dose, läuft damit weg und "verliert" unterwegs drei persönliche Gegenstände (z.B. Kleidung). Die Person verschwindet hinter einer Ecke, sodaß der Hund sie am Start nicht sehen kann. Da er aber weiß in welche Richtung sein Futter abgehauen ist, läuft er hinterher. An der Stelle kann man schon mal das Startkommando einführen. Wenn er unterwegs an den Kleidungsstücken riecht, sollte man ihn loben und gleich mal das Kommando fürs Riechen verwenden. Wenn er dann ankommt und den Fund anzeigt, wird er dafür von der weggelaufenen Person mit seinem Futter belohnt und ausgiebig bespaßt. Die Anzeige ist in unserem Fall Sitzen. Heute würde ich genauer drauf schauen, was er selbst anbietet, z.B. auch Anspringen, was in Hundeschulen aber häufig nicht erwünscht ist.

Das Ganze haben wir dann bei weiteren Terminen streckenmäßig verlängert und weniger Kleidungsstücke verwendet, bis er am Ende wußte, was er tun soll, wenn man ihm einen Gegenständ in einer Tüte hinhält und das Kommando zum Suchen gibt. Wie schnell das Ganze dann weitergeht, bzw. welche Schwierigkeiten in Form von Wegabzweigungen, alten Spuren, Ablenkungen, Wasserüberquerungen usw. man einbauen kann, hängt sehr vom Hund und seinen individuellen Fähigkeiten ab. Wie gesagt, Dein Hund ist noch sehr jung!

Egal, ob Hobby oder Profi, würde ich nach den ersten Anlerntrails auf ein paar Kleinigkeiten sehr achten:
- Der Geruchsgegenstand sollte nach Möglichkeit ein persönlicher Gegenstand der Versteckperson sein: Schal, Mütze, eigenes (!) Schlüsselbund, Armbanduhr, Handschuhe etc. Kleidung, die mit Sachen anderer Leute (Familie) zusammen und häufig gewaschen wird, ist nicht besonders geeignet. Der Gegenstand sollte nur von der Versteckperson und Dir selbst angefaßt werden, genau wie die Tüte, in die er geworfen wird. Je mehr Leute da ihre Finger im Spiel hatten, desto schwerer wird es für den Hund.
- Der Hund sollte wissen, was Sache ist. Bei uns heißt das, daß am Halsband ich Chef bin, am Geschirr er. D.h. wenn ich ihn den Abgang ausschnüffeln lasse, aus dem Trail rausnehme oder am Gegenstand riechen lasse, halte ich ihn am Halsband. Sobald er am Geschirr hängt, korrigiere ich ihn - außer in Notsituationen - niemals. Es gibt viele Hobbytrailer, die ihre Hunde immer am Geschirr führen und fürs Trailen dann ein Glöckchen dranhängen, um den Unterschied deutlich zu machen.

Die Kommandos kannst Du DIr wie immer frei aussuchen. Ich verwende "Riechen" für das Anriechen, "Trail" als Startkommando und ein böses "Arbeiten" zum Unterbinden von Privatgeschäften.

Ciao
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P.S.: Wir haben mit einer relativ langen 7,5 m Leine angefangen, verwenden inzwischen aber eine kürzere (4 m netto). Die ist wegen besserer Griffigkeit aus Fettleder und hat eine Handschlaufe, die ich am Handgelenk habe, damit mir das Ende nicht runterfällt. Je länger die Leine ist, desto mehr Gewurschtel hast Du damit und der Weg zum Hund ist manchmal auch zu lang.
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Re: Welche Erfahrungen mit Rettungshundestaffel / Rettungshu

Beitragvon Timberland » 13.12.2012, 14:55

Hallo Sonnenschein,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Wir werden das sicherlich nur hobbymäßig betreiben, da alles andere zu zeitaufwendig neben meinen sonstigen Verpflichtungen wäre.
Es geht mir also hauptsächlich darum, dass Timber seiner Leidenschaft, dem Schnüffeln und Suchen nachgehen kann und letztendlich glücklich und zufrieden ist.
Aha, also gibt es da keine einheitlichen Kommandos, sondern jeder nimmt das was ihm am meisten zusagt? Bisher habe ich ihm immer mit "riech" riechen lassen und dann mit "such" losgeschickt. Also kann ich das dann beibehalten?

Du hast geschrieben, dass dein Hund, wenn er an der Schleppleine ist selbst bestimmen kann was er tut und wohin er geht (logisch, macht ja auch Sinn, wenn er dir etwas suchen soll), aber wie ist das dann, wenn ich z.B. mit ihm an der Schlepp einen normalen Spaziergang machen möchte, bei dem er auch abrufbar sein und auf meine Kommandos reagieren soll? Freilauf ist nämlich auf Grund seines ausgeprägten Jagdtriebes nicht gut möglich. Kann er das dann auch unterscheiden zwischen Schlepp beim Trailen und Schlepp beim normalen Spaziergang?

Liebe Grüße
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