Immer wieder aggressive Verhaltensdurchbrüche

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Re: Immer wieder aggressive Verhaltensdurchbrüche

Beitragvon Kerstin » 18.04.2019, 09:24

Hallo.
Also ich finde Öchsles Frauchen wollte hier einfach, schnelle Hilfe bzw. Meinungen und Erfahrungen einholen, weil sie vermutlich in einer verzweifelten Situatuon steckt.
Und sie hat sich ja auch professionelle Hilfe geholt und sie hat Öchsle auch nicht gleich wieder abgegeben, sondern sie versuchen das irgendwie hin zu bekommen.
Wir sind alle schon mal an Menschen geraten, die uns nicht helfen könnten, obwohl sie Fachmann sind. Das war der falsche, ok, dann sucht man eben eine neue Lösung.
Ich bin definitiv nicht derjenige, der einen Beagle wieder abgeben wollen würde, aber mal ganz ehrlich, wenn ein Hund ein Kind beißt, das geht einfach gar nicht. Man kann nicht immer beide vor allem bei einem 3jährigen Stöpsel und einem Junghund, beide immer im Blick zu haben. Und jede unbeobachtete Situation kann zu einer großen Gefahr für den Kleinen werden. Wir wissen nicht, wie der Hund sozialisiert oder eben nicht, ist.
Und dass ein Züchter einen Beagle an eine ältere Frau abgibt, dafür kann Öchsles Frauchen ja auch nichts. Das war dumm, aber es ist nunmal so. Sie müssen es jetzt ausbaden und versuchen, das Beste für alle daraus zu machen.

In meinen Augen wäre in diesem Fall konstruktive Kritik angebracht gewesen.

Wenn ich, als neues Mitglied hier mit solchen Problemen ankäme und eure Antworten bekäme, würde ich hier nie wieder schreiben.
viele Grüsse von Kerstin, Paula, und Balu
und Emma im Herzen

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Re: Immer wieder aggressive Verhaltensdurchbrüche

Beitragvon Beagle-im-Teich » 18.04.2019, 12:55

Nein, Kerstin, da kann ich dir nicht zustimmen. Jedenfalls kann ich in den Antworten werder destruktive Kritik noch ein Beschimpfen erkennen.
Aber bei Hunden mit Problemen gibt es eben keine einfache, schnelle Lösung; schon gar nicht hier, wo man Hund, Umfeld und allgemeines Verhalten nicht kennt.
Selbst bei den Hundeflüsterern im Fernsehen liegen zwischen Analyse, Lösungsansatz und tatsächlicher Verhaltensänderung mehrere Monate. Dazwischen liegt Arbeit, viel Arbeit. Aber das sieht man in der dreiviertel Stunde der Sendung nicht.
Und genau das sollte in mehr oder weniger passenden Worten zum Ausdruck gebracht werden.
Liebe Grüße von Jule, Paula
und Hermann

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Re: Immer wieder aggressive Verhaltensdurchbrüche

Beitragvon Snoodi » 18.04.2019, 15:30

Auch ich sehe es etwas anders als Kerstin.

Am 04.04. hat Öchsles Frauchen sich mit ihrem Problem als letzte Hoffnung hier im Beagleforum angemeldet. 5 Mitglieder hatten sich zeitnah des Problems angenommen und Ratschläge gegeben, die allesamt in die gleiche Richtung gingen. Am 12.04.! meldete sie sich noch einmal, um Dampf abzulassen bezgl. Beschimpfungen usw.

Ich wäre dankbar gewesen, wenn sich mir fremde, erfahrene Menschen die Zeit für mich und mein Problem genommen hätten. Nun mag es aber auch an meinem schon etwas fortgeschrittenem Alter liegen, dass ich zur Wertschätzung anderer eine vielleicht etwas antiquierte Einstellung habe.
Liebe Grüße Iris
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Re: Immer wieder aggressive Verhaltensdurchbrüche

Beitragvon Steffen64 » 18.04.2019, 20:22

Hallo Iris,
dem kann ich nur zustimmen. Ein Forum ist auch Diskussionsplattform. Nach einem Statement sofort Lösungen zu erwarten, ist unrealistisch in der heutigen virtuellen Welt.

Grüße

Steffen
Hund zu sein, das ist nicht schwer, Hundbesitzer sein, manchmal sehr...
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Re: Immer wieder aggressive Verhaltensdurchbrüche

Beitragvon Leyla! » 23.04.2019, 15:27

Hui schwieriges Thema. Ich stimme dir da zu Kerstin. Ich denke nicht das Öchsles Frauchen hier leichtfertig etwas entschieden hat, sondern hier drin eine letzte Möglichkeit gesehen hat, von erfahrenen Besitzern zu lernen. Da hat sie es vermutlich sehr schwer getroffen, Kritik übe sie selbst zu lesen. Hat ja auch alles mit Erwartungshaltungen etc. zutun.
Nun aber zu meinem Rat, der Hund scheint schwerwiegende Probleme zu haben, die sich trotz Trainer im Moment nicht lösen lassen. Entweder man denkt über einen Trainerwechsel nach, da ist dann natürlich die Frage, ob es da in der Gegend eine so große Auswahl gibt oder ob man den Hund nicht doch in liebevolle Hände abgibt, die Erfahrung mit solch aggressivem Verhalten haben. Es wäre natürlich leichter die Situation zu beurteilen, wenn man bei einem solchen Ausbruch von Öchsle dabei sein könnte. Aber ich denke der Hund erschwert euch gerade extremst das Leben und gefährdet euer Kind. Manche Hund sind nun mal aufgrund von Fehlern die Menschen im Umgang mit ihnen gemacht haben, nicht mehr für ein Familienleben mit kleinen Kindern geeignet. Ich hatte viele Jahre einen Doggen-Labrador Mix der sein Welpenalter in einer Großfamilie verbracht hat und Kinder einfach auf den Tod nicht ausstehen konnte, da er von den Familienkindern damals böse geärgert wurde leider... Ich hatte ihn irgendwann so weit, dass er nicht mehr total ausgeflippt ist in der Nähe von Kindern, aber komplett entspannt war er doch nie. Es ist harte Arbeit einen Hund so zu trainieren dass er am Ende gewisse Verhaltensmuster ablegt....bei manchen scheint es sogar schier unmöglich zu sein. Ihr habt ein Kind und das sollte, so sehr ich meine Vierbeiner liebe, dann doch Vorrang haben. Ich glaube wenn es zu einem ernsten Beißvorfall käme, ihr euch das nicht verzeihen könntet. Man sollte auch daran denken, dass das für euer Kind traumatisierende Auswirkungen haben kann und dessen Beziehung zu Hunden dauerhaft schädigen könnte. Ich würde aber in erster Linie mal den Trainer wechseln, der scheint mir nicht allzu kompetent?

Lg
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