Superpfiff

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Re: Superpfiff

Beitragvon Maus1970 » 11.03.2014, 11:15

Danie es ist sehr wichtig, daß es für den Hund immer die Paradiesbelohnung gibt. Die Menge ist gar nicht mal so entscheidend. Der Hund sollte allerdings schon das was er sieht auch auffressen dürfen. Also am Besten kleine Portionen in kleine Dosen abpacken. Du kannst auch eine leere Zahnpastatube auswaschen und dann mit Katzenfutter befüllen und mit einem Klippverschluß verschließen. Dann kannst du immer einen Strang herausdrücken und fressen lassen.

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Re: Superpfiff

Beitragvon Martin » 11.07.2014, 12:35

Wie viel und was ist denn in diesem Beutel drinn? Wir pfeifen immer wenn Timmy zu uns laufen soll und er bekommt manchmal 1-2 Leckerli oder wenn er das nicht bekommt eine Streicheleinheit. Zu uns kommen tut er jedenfalls immer ob für ein Leckerli oder für ein paar Schmusesekunden, das ist ihm egal. Also auch beim beagle zählt nicht immer nur FRESSEN! Ein verschmuster Hund kommt halt eben auch zum Schmusen. Es ist nicht immer nur fressen nötig meiner Meinung nach. Man muss dem Hund nur zeigen, dass er beim positiven Verhalten auch positiv belohnt wird. Sei es mal ein Leckerli oder Streicheleinheiten. Beim Hier- Training mit der SL (=Schleppleine) klappt das super nur leider noch nicht beim Sitz und Platz. Da will er immer was Fressbares. Vorallem, wenn er sich auf nassen Untergrund setzen soll. :) Oder ist es Sinnvoll es bei nassem Wetter erst gar nicht von ihm zu verlangen?
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Re: Superpfiff

Beitragvon Maus1970 » 11.07.2014, 22:43

Klar, die Superbelohnung kann für jeden Hund etwas Anderes sein und man muß dem zur Folge nicht zwangsläufig mit Futter belohnen. Die allermeisten Beagle jedoch sind für das Futter extrem gut zu begeistern. Mal ganz gelinde gesagt. :D und eine Futterbelohnung deshalb häufig die erste Wahl.
Du hast ja sehr schön beschrieben, daß es bei deinem Hund auch so ist. Für das Zurückkommen nimmt er auch gerne eine Streicheleinheit. Vermutlich besonders in Situationen in denen ihm das Zurückkommen eher leicht fiel. Wenn er sich jedoch auf den Nassen Boden setzen soll, was er extrem doof findet und auch viel unangenehmer als das Zurückkommen zu euch, "besteht" er auf eine Futterbelohnung. Futter steht dem zur Folge höhe im Kurs als eine Streicheleinheit. Denn wenn das nicht so wäre würde er sich ja auch für eine Streicheleinheit ins Nasse setzen. Da sind unsere Hunde ein wenig wie wir Menschen. Je größer die erbrachte "Leistung" desto größer der erwartete Lohn. :D Für den Superpfiff oder das Superwort würde ich immer die höchstwertigste Belohnung nehmen die es für den Hund geben kann. Denn der/das soll oder viel besser muß auch funktionieren wenn der Hund im Freilauf Wild sichtet oder auf Wildspuren stößt.
Ich würde das "Absitzen" auf nassem Untergrund schon einfordern. Natürlich nicht gerade in Pfützen und dickstem Matsch; aber ansonsten schon. Ich halte es für sehr wichtig, daß ein Hund sich auch dann setzt.

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Re: Superpfiff

Beitragvon Martin » 18.07.2014, 21:34

Was bringt dieser Pfiff, ein Beagle der für sein kleinstes Lieblingsleckerli alles tut und sich perfekt abrufen lässt braucht diesen Pfiff nicht. Einmal mit der doppelseitigen Hornpfeife pfeifen Sichtzeichen für Hier/Komm geben, zack kommt der Hund angerannt, dann Click und dann Leckerli, so schnell geht das uns es ist wesentlich angenehmer für das Gehör des Hundes. Und er muss kein ekelhaftes Katzenfutter fressen, Beagle sind zwar alles Fresser (Biotonnen) aber ein Beagle muss immer noch so viel Anstand haben, dass er Hundefutter frisst und kein Katzenfutter. Hund ist Hund und keine Katze.
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Re: Superpfiff

Beitragvon manon » 18.07.2014, 23:58

Der Superpfiff ist aber etwas ganz anderes. :win:
Er ist nur für die absolute Ausnahmesituation gedacht und nicht für den alltäglichen Gebrauch.
Einmal darauf konditioniert, hören sie auf diesen Pfiff ziemlich gut.
Und man möchte damit eben in Notfallsituationen sicher sein, dass sie auch wirklich hören. :sup:
Liebe Grüße Gaby und Luna
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Re: Superpfiff

Beitragvon Martin » 21.07.2014, 11:57

Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ist dieser Pfiff als Hier gemeint nur dass der Hund aufjedenfall kommt wegen diesen riesen Futtermengen? Und noch ne kleine Fr<Age: Muss man unbedingt mit Katzenfutter belohnen?
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Re: Superpfiff

Beitragvon Maus1970 » 26.07.2014, 23:47

Nicht ganz, aber fast. Es steckt noch ein wenig mehr dahinter.
Der Sinn des Superpfiffs oder auch des Superwortes ist, daß man mit dem Hund ein Signal trainiert, auf daß er zuverlässig zurück kommt. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle.
1. Der erste Schritt ist, daß der Hund lernt, daß es für ihn immer etwas extrem Leckeres beim Halter gibt sobald er dieses Signal hört. Er macht also die Erfahrung: "Dieses Signal ist einfach Klasse, da gibt es das tollste Leckerli". Womit auch deine Frage beantwortet wäre ob man unbedingt mit Katzenfutter belohnen muß. Nein, belohnt werden sollte mit etwas was der Hund total/am allerliebsten frisst. Das kann für den einen Hund Frikadelle sein, für den Anderen Käse und für den dritten noch etwas anderes. Auch die Menge ist nicht wirklich entscheidend. Es geht eher darum das Gefühl beim Hund zu erzeugen: "Dieses Signal ist super toll" Dazu braucht es keine riesen Mengen.
2. Durch den langsamen Aufbau in ganz einfachen Situationen, der so langsam voran gehen soll, daß der Hund keinen Fehler macht, tritt beim Hund eine Gewöhnung/Generalisierung ein. (Ich höre immer auf den Superpfiff)
3. Auch emotional wird das Zurückkommen dem Hund so angenehm wie möglich gemacht, so daß beim Hund die Verknüpfung entsteht: "Komme ich beim Superpfiff zurück, dann geht er mir rundherum richtig gut"
Auf diese Weise wird erreicht, daß der Hund auch bei extrem großen Reizen, wie zum Beispiel flüchtendem Wild bei einem Jagdhund, der Hund, beim ertönen des Superpfiffs die Entscheidung trifft zurück zu kommen.
Außerdem wählt man dieses besondere Kommando damit man es in Ruhe aufbauen kann, ohne das der Hund dieses Signal ständig im Alltag von allen Seiten hört und einem Andere "ins Handwerk fuschen können". Was zum Beispiel bei einem "Komm" oder "Hier" durchaus möglich wäre.
Außerdem nutzt sich dieses Signal im Alltag nicht ab und greift deshalb in schwierigen Situationen um so besser, wenn man in alltäglichen Situationen ein anderes Kommando benutzt. (Wobei man ihn natürlich immer wieder in den Alltag einfließen lassen muß, damit er präsent bleibt.)

Ich hoffe ich habe mich einiger Maßen verständlich ausgedrückt.

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