Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Nivea86 » 09.09.2014, 21:50

ganz ehrlich, ich würde die zweite Läufigkeit abwarten. Überleg mal, was es heisst einen Hund zu kastrieren. Du entfernst deinem Hund die komplette Gebärmutter und greifst so in den Hormonhaushalt deiner Süssen ein. Das will gut überlegt sein. Nur weil deine Hündin einmal scheinschwanger geworden ist, heisst das nicht, dass sie es nach der zweiten Läufigkeit auch wird. Zumal die erste Läufigkeit Hündinnen gerne verunsichert. Kastrationen sind ein massiver Eingriff. Es ist sehr plakativ, aber einem 13jährigen Jungen schneidet man auch nicht die Hoden ab, nur weil er gerade allen Mädchen nachrennt. Ich würde wirklich abwarten. Lass sie erst einmal erwachsen werden. Mit einer so frühen Kastration wird deine Hündin nie vollwertig erwachsen sein.
Viele liebe Grüsse von Marie und Carl.

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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Lasse » 14.12.2015, 11:51

Hallo ihr lieben Hündinnen-Besitzer,

ich hätte mal rein interessehalber eine Frage. Mein Lütter ist nicht kastriert und reagiert demzufolge bei direktem Kontakt auf läufige Hündinnen. Manchmal behaupten die Besitzer, dass das gerade "nicht sein kann", aber ich denke, er riecht es als Beagle halt extrem früh und extrem lange. :roll:

Allerdings kommt es auch immer wieder mal vor, dass er auf kastrierte Hündinnen genauso abfährt. Erst gestern wieder wurde seine Hirnmasse innerhalb von Sekunden komplett durch Testosteron ausgetauscht :oops: Wobei in diesem speziellen Fall auch andere Rüden reagierten, halt nur nicht so ausdauernd wie Lasse, der dann auch noch mehrere Hundert Meter zurücksprintete, als ich ihn endlich wieder von der Leine ließ (war selbstverständlich sicheres, fahrzeugfreies Hundegelände, und ich wusste auch genau, wo die sind, also keinerlei Gefahr, nur dass ich dann halt auch sprinten musste :hair:).

Also meine Frage: Wieso riechen diese kastrierten Hündinnen noch so "gut"? Ich habe mal gehört, dass so eine Kastration auch unvollständig sein kann, also dass irgendwas zurückbleibt, was dann "duftet"? Stimmt das? Wie gesagt, es interessiert mich einfach nur mal so. Denn bei den allermeisten kastrierten Hündinnen (und auch bei unkastrierten, nicht läufigen) bleibt Lasse ganz relaxt, er ist also nicht der Typ, der ständig und jeden... ihr wisst schon. :lol:

Danke schon mal und liebe Grüße! :hel:
Liebe Grüße von Jule und Lasse

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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Ivan » 15.12.2015, 15:04

Ich würde meine kastrieren lassen, alleine schon aus dem Grund weil bei uns der Hund schon freilaufen kann und damit nichts passier und wir einen größere Hundefamilie bekommen...
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Lasse » 16.12.2015, 10:39

Hm, das beantwortet jetzt meine Frage nicht so wirklich ...
Liebe Grüße von Jule und Lasse

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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Beagle-im-Teich » 30.01.2019, 11:15

Ich habe mir diesen Thread jetzt nicht ganz durchgelesen weil nicht nur die Entscheidung getroffen, sondern auch die OP bereits durchgeführt wurde.
Gestern ist Jule kastriert worden. Nach 3 Läufigkeiten und 2 schlimmen Scheinträchtigkeiten haben wir uns zu dieser Maßnahme entschlossen, um ihr weitere diesbezügliche Probleme zu ersparen.
Durchgeführt wurde die Operation minimalinvasiv, d.h., es wurden nur 2 kleine Schnitte von knapp 10 mm gemacht und dadurch die Eileiter komplett entfernt. Ja, das macht nicht jeder Tierarzt und ist auch teurer als der "normale", langschnittige Weg mit gleichzeitiger Entfernung der Gebärmutter, aber wir haben uns bewusst dafür entschieden. Es gibt bei uns in der Nähe eine Tierklinik, die dieses Verfahren anbietet. Es war auch nicht schwer, relativ kurzfristig einen Termin zu bekommen.
Morgens um 9:00 habe ich Jule hin gebracht und konnte sie um 14:00 Uhr wieder abholen. Natürlich hat sie den Rest des Tages mit viel Schlaf und Ruhe zugebracht. Nur Paula konnte das nicht wirklich verstehen und wollte immer mit Jule spielen. Wir konnten sie jedoch davon "überzeugen", Jule in ruhe zu lassen.
Der ganze Heilungsprozess soll jetzt an die 10 Tage dauern, in denen Jule nicht rennen und rumspringen und auch keine langen Spaziergänge machen darf/soll.
Fäden müssen auch keine gezogen werden; die lösen sich von alleine auf.
Jetzt hoffen wir erst einmal auf eine problemlose Genesung.
Liebe Grüße von Jule, Paula
und Hermann

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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Steffen64 » 30.01.2019, 11:47

Hallo Hermann,

das sind ja ungeahnte Neuigkeiten. Ich wünsche Jule schnelle und halbwegs schmerzfreie Genesung. Da Ginger bereits im T-Heim wahrscheinlich kastriert und nicht sterilisiert worden ist, kann ich da nicht mitreden. Ich sehe leider keine Narben an ihrem Unterbauch.
Mich würde aber interessieren was es mit Jules schlimmen Scheinträchtigkeiten war. Ich habe mal gelesen, dass Hündinnen in diesem Stadium so eine Art " Geburtshöhle" graben. Seltsamerweise macht das Ginger immer mal wieder in den Thuja-Hecken. Da finde ich manchmal mehr als suppentopfgroße Löcher, wo sie sich komplett reinlegen könnte...

Grüße

Steffen
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Snoodi » 30.01.2019, 12:05

Gute Besserung für Jule :win: .
Liebe Grüße Iris
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Beagle-im-Teich » 30.01.2019, 15:06

Löcher gebuddelt hat Jule schon immer, Steffen, ebenso jetzt Paula. Die würde ich jetzt nicht als Geburtshöhle bezeichnen. Jules Gesäuge wurde dick und es schoss Milch ein. Mental stand sie in dieser Zeit häufig neben sich und hat z.T. ihr Futter nicht angerührt. Man konnte ihr ansehen, dass sie sich nicht wohl fühlte. Und die medikamentöse Behandlung hat ihr Wohlbefinden auch nicht gerade gesteigert. Insgesamt hat die Zeit zwischen Beginn und Ende der Scheinträchtigkeit fast 3 Wochen gedauert; zusätzlich zur Läufigkeit. Und das ganze 2 Mal im Jahr.
Aber nach Ende dieses Zustands war ihre wiedergewonnene Lebensfreude ansteckend.
Danke für die Genesungswünsche, Iris.
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Steffen64 » 30.01.2019, 15:27

Okay, dann haben Ginger's Löcher damit nix zu tun.

Grüße

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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Beagle-im-Teich » 02.02.2019, 11:13

Irgendwie ist Jule seit ihrer OP völlig aus der Spur.
Große Schmerzen scheint sie zwar nicht zu haben, aber sie ist extrem ruhig. Sie liegt fast nur auf der Couch oder, was bei der Kälte schlimmer ist, draußen auf dem Terrassensessel. Ihr großes Geschäft macht sie nur einmal am Tag und das kleine so 2 - 3 mal. Natürlich stört sie der medizinische Body, aber den muss sie halt aus hygienischen Gründen tragen. Zum einen darf kein Dreck an die Wunde, zum anderen darf sie nicht daran lecken, um eine Infektion zu vermeiden.
Die täglichen Spaziergänge fallen auf klinisches Anraten sehr kurz aus und dauern so ca. 1/2 Stunde. Und toben und springen sollen wir unterbinden, damit die Wunde heilen kann. Aber das müssen wir gar nicht, weil, siehe oben. Zum Fressen müssen wir sie regelrecht animieren und ein Leckerchen nimmt sie auch nur sehr zögerlich.
Wir hoffen jetzt, dass sich Jules Verhalten in den nächsten Tagen wieder normalisiert und die Hormonumstellung (?) abgeschlossen ist.
Ist Jules Reaktion auf die OP typisch oder müssen wir mit ihr doch noch mal zum Tierarzt? In der Klinik hat man mir gesagt, daß das nur bei Komplikationen, z.B. Entzündung der Narbe, notwendig sei.
Liebe Grüße von Jule, Paula
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Steffen64 » 02.02.2019, 12:02

Hallo Hermann,

ich bin hierzu gar nicht wissend. Ich vergleiche es halt mit einer OP beim Menschen. Hier kann ich leider zu gut mitreden. Ich denke, Jule braucht nur Ruhe.

Ich wünsche euch eine schnelle Genesung.

Grüße

Steffen
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Steffen64 » 03.02.2019, 12:39

Hallo Hermann,

wie geht's Jule?

Grüße

Steffen
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Beagle-im-Teich » 03.02.2019, 15:39

Heute habe ich Jule den medizinischen Body ausgezogen. Das hat bei Jule zwar nicht zu Euphorie, aber doch zu einer gewissen Entspannung geführt. Ihr Verhalten nähert sich mit großen Schritten der Normalität. So hat sie heute beim kurzen Spaziergang mit meiner Frau bereits 2 mal ein großes Geschäft gemacht. Und reichlich gepieselt hat sie auch.
Und sie spielt wieder mit Paula, wenngleich wir aufpassen, dass die Rangelei nicht zu doll wird.
Die Wunden sehen gut aus; keine Entzündung zu erkennen. Noch ein paar Tage und die Sache ist komplett ausgestanden und kann ad acta gelegt werden.
Im kurzen Rückblick könnte man versucht sein, zu sagen, dass Jule sich mit ihrem "wehleidigen" Verhalten ganz bewusst eine besondere Zuwendung "erschlichen" hat. ;) Aber das wäre wohl doch zu menschlich gedacht. :mrgreen:
Liebe Grüße von Jule, Paula
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Steffen64 » 03.02.2019, 16:01

Hallo Hermann,

freut mich für euch.

Grüße

Steffen
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Beagle-im-Teich » 04.02.2019, 11:15

Gestern Nachmittag noch mal ein kurzer Spaziergang. Meine Tochter mit Paula, ich mit Jule.
Jule lief brav neben mir her. Jedenfalls bis ich sie abgeleint habe. Das ist normalerweise kein Problem auf der großen Wiese hinter den Häusern. Aber diesmal schon. Jule wollte ihre neue Freiheit ohne Body und Leine voll ausleben. Sie düste sofort davon und ging auf Schnüffeltour. Rückruf? Fehlanzeige. Sie blieb zwar kurz stehen, hat mich angesehen und sich dann für das Gegenteil entschieden - sie schnüffelte sich immer weiter weg und in die Büsche hinein. Offensichtlich war sie der Meinung, dass sie in den Tagen nach der OP zu viel versäumt hat, was es jetzt nachzuholen galt.
Zu dritt (meine Tochter, Paula und ich) haben wir sie von 2 Seiten "eingekreist" und wieder an die Leine nehmen können. Jule soll noch nicht mit dem Bauch über Zweige und Äste reiben; das ist nicht gut für die Narbe. Aber sag das mal einem Beagle, der 5 Tage in einer Zwangsjacke steckte. ;)
Trotzdem bin ich wirklich froh. Jule scheint es wieder richtig gut zu gehen. Sie frisst auch wieder ganz normal.
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