Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Alles was mit der Gesundheit zu tun hat. Achtung: Bei akuten Problemen nicht auf Ratschläge warten sondern besser SOFORT ZUM TIERARZT!!!

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Re: Hündin kastrieren lassen?

Beitragvon beagle bonny » 22.08.2013, 22:29

...also, wenn 2 Wochen vor der Läufigkeit die Rüden schon etwas aufgeregt sind und eine TÄ daraus den Schluss zieht, dass man da was machen müsste, weil das nicht normal sei, kann ich nur lachen...Bonny hat 7 Läufigkeiten hinter sich und in der Nachbarschaft sind lauter Rüden, die immer total verliebt sind...von Anfang an, aber bei uns ist noch kein TA/TÄ darauf gekommen, dass man deshalb Bonny kastrieren muss. Schwachsinn! Die Hündinnen riechen halt anders, weil ihr Hormonhaushalt sich verändert. Auch nach der Läufigkeit riechen sie noch interessant. Aber deswegen würde ich nicht über Kastration nachdenken. Es gibt dazu auch Studien, wie es sich beim Menschen verhält: wenn Frauen in die Zeit ihrer Menstruation kommen, "riechen" sie auch anders. Das ist der Urinstinkt bei allen Säugetieren, zu denen der Mensch ja nun (leider) auch zählt. Männer fahren , unbewusst, darauf ab. Natürlich merkt das keiner in unserer zivilisierten Welt, ist aber so, und sicher würde keiner dazu raten, dass sich die Frau deshalb sterilisieren lassen sollte. Ich weiß, der Vergleich hinkt, aber wir alle sind "nur" Säugetiere in einem natürlichen System der Evolution, nur dass der Mensch den Vorteil hat, bewusst zu entscheiden, was eventuell richtig ist, der Hund ist irgendwie ausgeliefert... Leider stehen Bonny und wir auch vor einer Entscheidung, ich muss noch einen neuen thread eröffnen, denn trotz 6,5 Jahre Beagleforum haben wir Fragen zur Kastration.
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Wir stehen vor der Entscheidung ...

Beitragvon beagle bonny » 22.08.2013, 22:56

*edit by GIBSBY: BildThema zusammengeführt - gleiches Thema

...Kastration, ja oder nein! Es gibt zu diesem Thema viel Kontroverses im Forum, haben sicher (fast) alles gelesen, aber...

Bonny war mal wieder scheinschwanger, wie jedes Mal nach ihrer Läufigkeit, aber dieses Mal war es echt der Hammer. Sie stand und die Milch ist getropft, einfach so, in ihrem Bettchen waren auch morgens immer Flecken vom Milchabgang. Sie ist jetzt fast acht Jahre alt, die TÄ meinte, das wird nun nicht mehr anders, bei der nächsten Läufigkeit wird es wieder so sein oder noch schlimmer und sie rät zur Kastration. (Herrchen hat schon gesagt, er wird eine Woche in Urlaub fahren, weil er die OP nicht mit ansehen kann-Kerle eben) Irgendwie habe ich innerlich schon entschieden, ja, machen wir, aber eigentlich bin ich sehr unsicher. Wir sind immer gegen Kastration gewesen, "es sei denn aus medizinischer Indikation", gut, nun sitzen wir selber in der Situation, die med. Indikation ist offensichtlich gegeben und trotzdem fällt die Entscheidung schwer. Hiiiiilfeeeee! Ich würde gern von denen, deren Hündinnen (vor allem Ältere) kastriert worden sind wissen: hat sich das Verhalten geändert? Ist Gewichtszunahme vorprogrammiert? Gab es Schwierigkeiten mit Inkontinenz? Wie lange dauert es nach der OP, bis Hund wieder fit ist? Auf was muss man dann achten? Wie ist es mit dem Fresschen? Sicher erst mal Diät, oder? Wie lang? (wir sind Barfer). Ach, tausend Fragen....vielleicht kann dieser oder jener einen Rat aus Erfahrung geben, würde uns sehr freuen. Der Termin der Kastration würde so Ende September/bis Mitte Oktober liegen.

Gestern lag Bonny auf der Couch, schön entspannt. wir haben gekuschelt und ich hab ihr "erzählt", was auf sie zukommen könnte. Madame hob den Kopf, schaute mich mit ihren großen Kulleraugen an, schaute zur Seite und entdeckte auf dem Tisch Kekse....ich glaube, sie hat keine Probleme mit einer Kastration... :roll:
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Re: Hündin kastrieren lassen?

Beitragvon küstenbeagle » 23.08.2013, 12:21

Ich kenne wirklich sehr viele kastrierte Mädels und keine hatte Probleme damit, ich habe noch keine Inkontinenzen bei denen gesehen, keine mußte ne extra Diät machen. Vom Verhalten ändern sich die Mädels eh nicht wirklich nach dem Eingriff der in der Regel sehr gut vertragen wird und auch ohne große Probleme nach 4 Wochen überstanden sein. Großes Rumgetobe natürlich noch nicht und auch kein Sport. Das hängt aber auch davon ab, wie schnell die Bauchwunde heilt und ob sich das Hundchen da eventuell auch noch dran macht. Den Vorteil, den ihr als Barfer habt ist doch schon, dass ihr das Gewicht wunderbar schnell korrigieren könnt, wenn es nötig sein sollte. Aber mit ner Diät jetzt auf blauen Dunst würde ich nicht anfangen. "Meine" Fleischmädels sind alle nicht dick geworden. :D
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Kastration Hündin-Erfahrungen?

Beitragvon redhairtami » 06.05.2014, 10:43

*edit by manon: BildThema zusammengeführt Bild
evtl. geben Dir die vorherigen Beiträge ja jetzt auch schon Aufschluss zu der Frage !! ;)
---->> CLICK: Hier geht es zu Fragen und Antworten zum Thema Suchfunktion
Sollte es dennoch Probleme mit der Suchfunktion geben, meldet euch bitte bei den MODs. Vielen Dank !!


Hallo Ihr Lieben :-)

Wir kommen gerade vom TA. Lana, 4 Jahre alt, musste zum Ultraschall. Normalerweise wird sie sehr pünktlich 2 Mal im Jahr läufig, im März u. im Sept. Leider war sie danach auch immer leicht scheinträchtig. Also Milch kam nicht, aber die Zitzen waren dick. Mit Globuli konnten wir die Scheinträchtigkeit relativ leicht halten.

Jetzt hat sie seit Ende März nicht mehr aufgehört zu bluten. Ist zwar weniger geworden, aber geht nicht weg. Heute beim Ultraschall kam heraus, dass Lanas Gebärmutterhaut deutlich verdickt ist :cry: Der TA meinte, es könnten auch Zysten auf den Eierstöcken sein, aber das konnte er nicht sehen, da Lana nicht ruhig genug lag.

Der TA hat uns jetzt geraten, 1 Woche bis 10 Tage abzuwarten, dass die Blutung aufhört. Dann soll Lana kastriert werden. Wenn sie allerdings noch blutet, ist das Risiko bei der Kastration größer.

Was habt Ihr für Erfahrungen mit Kastration bei euren Hündinnen gemacht? Wie ist das abgelaufen? Gab´s Probleme? Haben sich eure Hündinnen charakterlich danach verändert? Oder haben sie zugenommen?

Wäre sehr dankbar über eure Erfahrungen! :bussi :win:

LG, (eine besorgte) Tamara
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Tricolour-Bande » 07.05.2014, 10:25

Wir hatten schon drei Hündinnen, die alle kastriert wurden. Sie haben sich vom Wesen überhaupt nicht verändert. Auch ist es vollkommener Blödsinn, dass sie dann träge und dick werden!

Ich würde immer zu einer Kastration raten, wenn die Hündin Probleme und Stress mit der Hitze hat. Ganz klar ist es ein großer Eingriff, aber das Wohlergehen steht im Vordergrund und Deiner Hündin wird viel Stress genommen.

Ich drücke Euch die Daumen, dass das Bluten bald aufhört.
Liebe Grüße Ursula & co
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon manon » 07.05.2014, 12:36

Ich denke, wenn man sich schon im Vorfeld Gedanken macht so wie Du und aufpasst, evtl. die Futtermenge reduziert, dann wird sie auch durch die Kastration nicht zunehmen.
Alles Gute für Lana, gute Besserung und hoffentlich hört die Blutung bald auf! :blume :kleeblatt
Liebe Grüße Gaby und Luna
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon LuPo2013 » 07.05.2014, 18:07

Polly ist auch kastriert worden. Unsere Labbihündin ist auch kastriert.
Verlief alles völlig problemlos. Polly konnten wir nach einer 3/4 Stunde schon wieder abholen.
Da war sie schon wieder gut wach und versuchte aufzustehen.
Sie hat dann den Rest des Tages noch ihren Rausch ausgeschlafen und war am nächstenTag wieder fit.

Charakterlich haben sich beide nicht verändert und sie sind beide rank und schlank. Die Futtermenge würde ich auch nicht gleich reduzieren.
Bei uns bekommen beide noch genauso viel Futter wie vorher.

Polly hat vom TA einen Body bekommen (Medical Petshirt). Den mochte sie aber nicht.
Wir hatten ihr schon vorher einen Tepaw Kragen bestellt. Den hat sie sehr gut angenommen und konnte auch gut damit schlafen.
http://shop.tepaw.de/
Den würde ich immer wieder nehmen.
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon redhairtami » 08.05.2014, 08:45

DANKE für eure Rückmeldungen!! :win: :bussi Das macht die Sorgen ein bisschen kleiner.

@ Julia: Würdest du uns den Kragen verkaufen oder leihen? Ich hab´mir auch Gedanken gemacht, wie das wird, wenn Lana so eine blöde Tröte tragen muss :buhu

Wie sind denn eure Erfahrungen nach der OP? Wie lange muss sie dann soe einen Kragen tragen? Mein Lebensgefährte fährt sehr gern mit Lana Fahrrad. Wann ist das wohl wieder möglich nach so einer großen OP? Was sollte ich direkt nach der OP tun? Also evtl. ein Körnerkissen o.ä.? Kann ich die Genesung noch irgendwie mit homöopathischen Mitteln, Futterzusätzen o.ä. unterstützen?

Danke nochmal!!
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon LuPo2013 » 08.05.2014, 17:33

Den Kragen habe ich leider nicht mehr hier. :cry:

Der Tepaw blieb bei uns 10 Tage drauf. Danach wurden auch die Fäden schon wieder gezogen.
Ohne den Kragen wäre es bei uns nicht gegangen. Sie wäre an die Naht gegangen.
Deswegen hatte sie ihn immer an bis auf beim Gassi gehen. Da war sie ja genug abgelenkt.

Mit dem Rad fahren würde ich mal so 3-4 Wochen warten, dann geht das wieder.

Bei uns gab es ca. 30 Minuten vor der OP 7 Globuli Arnica C 30. Die dann 5 Tage lang.
Und Staphisagria C 30 ab abends auch 7 Stück. 7 Tage lang.

Ich hatte Inkontinenzeinlagen hier für Polly.
Die habe ich in ihr Bett gelegt unter sie. Dann habe ich sie zugedeckt.
Das war ganz ok so und wenn sie Pipi gemacht hat, wurde die Einlage kurz gewechselt.
Das ist aber nur einmal passiert ganz zu Anfang.
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon redhairtami » 09.05.2014, 13:37

Super Idee mit den Inkontinenzunterlagen! :-)

Danke nochmal!

Ich denke, ich werde ihr den Kragen bestellen. 30€ für ihre Größe ist zwar auch nochmal viel Geld, aber wenn´s für sie deutlich besser ist, als die Tröte...
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon snoop dog » 09.05.2014, 14:04

Meine verstorbene Dobermannhündin wurde leider 2 Monate nach der Kastration inkontinent und blieb es ein Leben lang. Ich würde eine Hündin nie mehr kastrieren lassen, außer es muss aus gesundheitlichen Gründen sein.
Mir wurde damals vom Tierarzt geraten ich soll sie kastrieren lassen, um Gesäugetumoren vorzubeugen, wenn ich nicht mit ihr züchten will.
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Henny » 09.05.2014, 16:36

hündinen werden sterilisiert.das soll keine bevormundung sein. :anonym








Gruß
henny mit poldy
Es gibt nichts Gutes außer man tut es!
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon LuPo2013 » 09.05.2014, 17:38

redhairtami hat geschrieben:Super Idee mit den Inkontinenzunterlagen! :-)

Danke nochmal!

Ich denke, ich werde ihr den Kragen bestellen. 30€ für ihre Größe ist zwar auch nochmal viel Geld, aber wenn´s für sie deutlich besser ist, als die Tröte...


Ich hoffe auch, dass ich unseren Kragen irgendwann wieder sehe, denn der ist verliehen. :?
Ist echt das Geld wert. Polly ist recht klein mit 10 kg und hatte Grösse 5.
Wenn du unsicher bist wegen der Grösse, ruf da lieber an. Der Herr ist sehr nett und ohne ihn hätte ich eine Nummer kleiner genommen.
Das wäre zu klein gewesen. Dann kommen sie an die Wunde ran.

snoop dog

hier liegt ja nunmal ein gesundheitlicher Grund vor. ;)
Und bei einem Dobermann ist die Gefahr der Inkontinenz wesentlich grösser.
Je grösser der Hund, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er inkontinent wird.

In unserem Umkreis sind alle Hündinnen kastriert und es ist keine davon inkontinent, egal wie gross.

Henny

man kann Hündinnen sterilisieren lassen oder kastrieren.
Sterilisieren ist ziemlich sinnlos. Da werden die Eileiter durchtrennt und die Hündin wird weiter läufig, kann aber nicht mehr
trächtig werden.

Beim Kastrieren wird alles ausgeräumt. Gebährmutter und Eierstöcke.
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon Snoodi » 10.05.2014, 08:56

Genau so ist es. Sterilisieren = unfruchtbar; Kastrieren = Total-OP (Eierstöcke und Gebärmutter bei Hündinnen).

Die Idee mit den Inkontinenzeinlagen ist klasse.

Übrigens kann jede Hündin oder auch jeder Rüde nach der Kastration inkontinent werden.
Liebe Grüße Iris
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Re: Hündin kastrieren lassen ? Erfahrungen

Beitragvon redhairtami » 10.05.2014, 14:53

Ja, das mit dem Risiko der Inkontinenz habe ich auch schon gelesen. Aber unser TA meinte, das würde hauptsächlich (wenn überhaupt) bei den Hündinnen im Alter passieren.

Und ja, es liegt leider inzwischen eine medizinische Indikation für eine Kastration bei Lana vor (s.o.) Wir waren auch bisher eigentlich gegen Kastration. Aber nun geht es halt nicht anders.

Leider hört Lana seit Ende März nicht auf zu bluten, also blutet bis jetzt noch. Das bedeutet laut TA ein höheres Risiko für die OP der Kastration :cry: :cry:

Anfang nä. Woche geht´s wieder zum TA u. der macht dann einen Blutgerinnungstest u. wird dann wahrscheinlich trotz Blutung operieren.
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