Bella humpelt - Diagnose unklar :(

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Bella humpelt - Diagnose unklar :(

Beitragvon sunray1982 » 02.04.2016, 22:15

Hallo liebe Mitglieder,

wir sind mit unserer kleinen Maus (knapp 5 Jahre) langsam komplett am Verzweifeln.

Sie hat schwere Probleme mit ihrem rechten Hinterbein, aber NUR, wenn wir länger unterwegs waren oder sie gerannt ist und sich danach wieder ausgeruht hat.
Dann kann sie meist nicht mal mehr aufstehen und benutzt das Bein nicht, bis sie sich eingelaufen hat. Mittwoch haben wir bereits wieder einen Termin bei unserem TA.

Aber nun erstmal zur Vorgeschichte:
Bereits mit einem Jahr fingen die ersten Leiden an.
Wenn sie vom Sofa herunter gesprungen ist (ca. 30 cm) macht sie so ein seltsames Geräusch, was nach Schmerz wegen Stauchung klang.
Unser Verdacht bestätigte sich, die letzten beiden Wirbel langen komplett aufeinander auf und es war so gut wie keine Masse mehr dazwischen.
Unser TA empfahl uns, es erstmal mit Grünlippmuschelextrakt zu probieren, bevor man eine OP oder andere Eingriffe vornimmt.
Er hatte Recht, er ist verwachsen und nun sind die Abstände normal.

Nur leider fing unsere Maus dann an, auf dem rechten Vorderbein zu humpeln.
Und da war es genauso wie jetzt aktuell. Massive Probleme beim Aufstehen, dann humpelt sie und läuft sich aber ein.
Ist sie erst eine einmal eine gewisse Distanz gelaufen, klappte alles wieder einwandfrei.... Bis sie sich wieder ausgeruht hatte.
Da war Arthrose der erste Verdacht, der sich aber auch nicht bestätigt hat, da auf dem Röntgenbild nichts zu sehen war.
Auch beim Abtasten oder Ausüben von Druck zeigte sie keine Reaktion. Auf dem Röntgenbild konnte unser TA aber eine minimale Punktwolke im Gelenk entdecken, eigentlich völlig belanglos.
Aber als Versuch hat er ihr einfach mal Cortison in das Gelenk gespritzt. Und siehe da, nach ca. einem Jahr Suchen nach der richtigen Diagnose war vorne rechts auf einmal alles in Ordnung und seitdem ist auch mit dem Bein nie wieder etwas gewesen.

Tja nur leider fing danach die Leidensgeschichte mit dem rechten Hinterbein ein (vor ca. einem Jahr). Exakt das selbe Krankheitsbild.
Aufstehen problematisch, Bein wird nicht belastet, humpelt danach oder tritt auf dem Bein nur auf den Zehenspitzen auf, läuft sich ein und kann dann wieder rennen. Aber sie ist auch nicht mehr die Alte - viele denken, sie ist schon 10 Jahre alt, sie hat keine Lust mit anderen Hunden zu spielen. Aber mit uns zu Hause kämpft sie gerne mit ihren Kuscheltieren und Sand liebt sie immer noch wie früher und wenn sie Sand unter ihren Pfoten spürt, hat sie auch heute noch ihre '5 Minuten' und rennt rum, wie von einer Tarantel gestochen :).

Mit dem Bein haben wir aber inzwischen schon mehr durch. An diesem Bein hatte sie im November 2015 eine OP, Ergebnis:
Kreuzband sah leicht fransig aus, es wurde dann durch eine spezielle Nahttechnik verstärkt und sie hatte einen eitrigen Gelenkerguss, von dem man nicht genau sagen kann, woher sie den hatte.
In den ein bis zwei Wochen nach er OP war alles schön, sie war wie ausgewechselt und hatte sichtlich mehr Lebensfreude.
Doch nachdem sie die Tabletten nach der OP nicht mehr bekam (Antibiotika und Schmerzmittel) und die Fäden gezogen waren, ging es schleichend wieder los. Sie war nicht mehr so agil und fiel zunehmend in ihr altes Verhaltensmuster.
Wir ließen ihr dann nochmal Cortison in das Gelenk spritzen und nahmen zeitgleich Arnika-Globulis. Ein paar Tage danach ging gar nichts mehr - sie humpelte so stark und selbst ein Einlaufen war nicht mehr möglich. Wir machten einen erneuten Termin zur OP aus. Urplötzlich nach zwei Tagen (wir nahmen weiterhin Arnica D6 3x täglich 5 Globulis) zeigte sich kurzfristig eine Besserung, aber es war unklar, wodurch dies bedingt war.

Eines Tages dann, als wir zu Besuch bei den Schwiegereltern waren, hüpfte deren Dogge-Welpe (hat aber bereits seine 50 kg) auf Bella ihre Hüfte und wollte mit ihr spielen. In diesem Moment knurrte Bella den Hund extrem an und seit diesem Moment (ca. 1 Monat her) humpelt sie täglich. Sie wurde auch nochmal geröngt (Hals, Wirbelsäule, Beine), aber auch hier war nichts zu erkennen - keine Arthrose, kein HD, NICHTS!!!! alles super und einwandfrei!. Beim Abtasten oder dem gezielten Verursachen von Schmerzen zeigte sie auch keine Reaktion - selbst beim Schubladentest für das Kreuzband zeigte sie keine Reaktion.

Inzwischen ist es wieder genauso wie vor der OP und wir wissen einfach nicht mehr weiter!

Bella hat an der Hüfte zwei Höcker links und rechts. Der Arzt meinte es sei Hüftspeck. Doch wir haben irgendwie die Vermutung dass es Verspannungen sein könnten, durch die jahrelange Fehlbelastung - der Arzt meinte, wir können Physiotherapie probieren, aber er kann uns keine Diagnose geben und er würde das Bein noch einmal aufschneiden und reinsehen, ob sich wieder ein Erguss gebildet hat oder das Kreuzband angerissen ist oder etwas anderes zu finden ist. Aber irgendwie wollen wir das nicht ohne Diagnose machen lassen - wir haben Bauchschmerzen bei dem Gedanken daran...

Bitte bitte...wenn es irgendwen hier unter euch gibt, der so etwas in ähnlicher Weise auch schon einmal erlebt hat, dann schreibt uns bitte eure Erfahrungen...bitte...wir wissen wirklich nicht mehr weiter!

P.S. Ein großes Blutbild haben wir ebenfalls bereits anfertigen lassen, alles ok, auch keine Borelliose. Diverse Schmerztherapien und Cortisontherapien haben wir auch schon hinter uns, auch ohne Besserung. Nun nehmen wir gerade Traumeel, auch keine Besserung zu erkennen ;( Bitte schreibt uns.....
VG
Beagledame Bella und Familie

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Re: Bella humpelt - Diagnose unklar :(

Beitragvon manon » 03.04.2016, 15:34

Oh, das tut mir sehr leid für euch und Bella. :cry:
Ich habe keine Erfahrungen und kann dir da leider nicht weiterhelfen oder Tipps geben.
Bestimmt meldet sich noch jemand mit ähnlichen Problemen der Ratschläge geben kann.

Physiotherapie, so wie euch auch der Tierarzt geraten hat, würde ich dann sicherlich auch in Erwägung ziehen.
Alles Gute, ich drücke die Daumen und für Bella gute Besserung! :blume
Liebe Grüße Gaby und Luna
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Re: Bella humpelt - Diagnose unklar :(

Beitragvon Wilde Hilde » 04.04.2016, 14:30

Oh nein wie schlimm...
Habt ihr mal mit dem TA über CT gesprochen?
Als sich das bei meiner Letty mit der HD und der Arthrose gezeigt hat, wurde mir empfohlen ein CT machen zu lassen, wenn ich genau wissen will was da los ist.
Da allerdings nach dem Röntgen ihre "Beschwerden" komplett weg waren, habe ich es nicht machen lassen. Sie bekommt täglich ein Granulat für die Gelenke, da ist u.a. auch Grünlippmuschel drin.
Lasst euch doch mal beraten ob es sinnvoll wäre ein CT machen zu lassen.
Ich wünsch euch alles Gute.
Liebe Grüße Chana mit Letty & Lotte
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Re: Bella humpelt - Diagnose unklar :(

Beitragvon Lasse » 04.04.2016, 22:39

Ich bin da auch unerfahren (zum Glück ...), aber es gibt doch noch andere bildgebende Diagnoseverfahren, mit denen man z.B. einen Erguss sehen würde (Tomografie, Ultraschall?). Ich würde sie auch auf keinen Fall aufschneiden lassen. Habt ihr eine Tierklinik in der Nähe und wenn ja, wart ihr schon mal dort? Die haben ja mehr Technik als eine normale Praxis. Physio würde ich auch versuchen. Es kann ja auch was ganz Blödes sein, wie eingeklemmte Nerven, das sieht man nirgendwo, aber ein erfahrener Physiotherapeut fühlt das.

Ich wünsche euch alles, alles Gute - und bitte halt uns auf dem Laufenden, wie es Bella geht.
Liebe Grüße von Jule und Lasse

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Re: Bella humpelt - Diagnose unklar :(

Beitragvon Anke » 31.07.2016, 22:10

Hallo,wir haben mit unserem Benji ,er ist drei Jahre alt , leider das gleiche Problem. Er humpelt seit langem schon.Bei ihm hüpfte die Kniescheibe oft aus dem Gelenk raus. Er wurde im Mai d.J. operiert.doch leider ist das Humpeln nun noch viel schlimmer geworden. Er kann nun doch noch nicht mal mehr auf das Sofa hüpfen , weil das abstützen und damit Belastung ds Hinterbeines gar nicht mehr geht. Nun zu eurem Problem ...... könnte es vielleicht auch am Kniegelenk liegen? Hoffe eurem Beagle geht es besser und es wurde die Ursache gefunden.

Lg Anke
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