Erste Hilfe Thread

Alles was mit der Gesundheit zu tun hat. Achtung: Bei akuten Problemen nicht auf Ratschläge warten sondern besser SOFORT ZUM TIERARZT!!!

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Erste Hilfe Thread

Beitragvon Red » 14.07.2007, 00:12

Vorweg mal ein Link über giftige Gartenzierpflanzen:
Klick!

Hallo Beagler :win:
ich dachte es wäre keine so schlechte Idee einen Thread mit 1. Hilfe Ratschlägen aufzumachen.
Hier können wir alles Sammeln zum Thema:
-Hitzeschlag
-Insektenstich
-Unterkühlung
-Darmverschluß
-Schock
-Verbrennung
und allerlei Verletzungen.

Ich hab auch schon zu ein paar dieser Themen nützliche Ratschläge gefunden.


Hitzschlag



Bei sommerlichen Temperaturen leiden auch Hunde unter der Hitze. Ihr Fell schützt die Haut zwar vor direkter Sonneneinstrahlung, erschwert aber die Wärmeabgabe. Direkte Sonneneinstrahlung ohne Rückzugsmöglichkeit kann rasch zu einem Hitzschlag führen.

Wer erkrankt?
Vor allem ältere oder kreislaufgeschädigte Hunde sind an schwülen Tagen gefährdet. Aber grundsätzlich kann jeder Hund einen Hitzschlag erleiden, der ungeschützt der Sonne oder hohen Temperaturen ausgesetzt ist, beispielsweise im Inneren eines Autos.

Wie erkennt man es?
Ein Hitzschlag zeigt sich durch starkes Hecheln, Bewegungsstörungen und Taumeln. Ein Blick aufs Zahnfleisch zeigt die intensiv hellrot gefärbten Schleimhäute. Im fortgeschrittenen Stadium tritt Erbrechen, Schock und Bewusstlosigkeit ein.

Was ist zu tun?
Der Hund, insbesondere dessen Kopf, muss umgehend abgekühlt werden, am besten durch Abbrausen mit kaltem Wasser. Massieren Sie die Gliedmaßen, um den Kreislauf anzuregen. Bei Anzeichen für einen Schock (schnelle Atmung, rasender Puls, blasse Schleimhäute, die nach Druck mit dem Finger erst nach über zwei Sekunden wieder rosafarben werden) muss der Hund schnellstmöglich zum Tierarzt gebracht werden.

Wie kann man vorbeugen?
An schwülen (auch bewölkten) Tagen sollten Hunde weder längere Spaziergänge oder gar Fahrradtouren machen noch im Auto zurückbleiben. Bei Aufenthalt im Freien müssen sie stets Zugang zu Schattenplätzen und genug frisches Trinkwasser zur Verfügung haben.


Insektenstich



Bienen, Wespen, Hummeln - im Sommer summt und brummt es überall. Fühlen sich die mehr oder weniger friedfertigen Insekten in die Enge getrieben, gebrauchen sie ihren Stachel als wirksame Waffe. So ein Insektenstich ist nicht nur schmerzhaft. Er kann zum Notfall werden, wenn der Hund allergisch auf das Insektengift reagiert oder im Rachenraum gestochen wird.

Wer erkrankt?
Alle Hunde können gestochen werden. Besonders gefährdet sind junge neugierige Hunde, die noch naiv die Welt erkunden, und eingefleischte Fliegenjäger - sie machen keinen Unterschied zwischen stechenden und nicht stechenden Insekten.

Wie erkennt man es?
Wenn der Hund plötzlich aufjault, sich heftig leckt oder beknabbert, könnte ein Insektenstich dahinter stecken. Suchen Sie Ihr Tier nach Schwellungen ab. Schwellungen im Gesicht erkennt man am leichtesten, wenn man die beiden Gesichtshälften miteinander vergleicht. Hat das Insekt im Rachenraum zugestochen, wird der Hund würgen und schwer atmen, eventuell auch husten und sabbern.

Was ist zu tun?
Falls noch ein Stachel in der Haut steckt, entfernen Sie ihn vorsichtig mit einer Pinzette. Kühlen Sie die Stichstelle mit feuchtkalten Tüchern oder Eisbeuteln. Man kann auch eine halbe Zwiebel mit der Schnittstelle auf die Stichstelle drücken - dieses Hausmittel lässt die Schwellung oft abklingen. Bei einem Stich in den Rachenraum legen Sie Eisbeutel von außen auf den Kehlgang und den Kehlkopfbereich. Fahren Sie sofort zum Tierarzt, denn es besteht Erstickungsgefahr! Das gilt auch, wenn der Hund Atemnotsymptome zeigt, dann könnte eine Allergie vorliegen.


Unterkühlung



Bei Minusgraden sind die meisten Hunde durch ihr Fell gut geschützt. Fallen sie aber in eisiges Wasser, können sie ebenso wie Menschen rasch auskühlen. Bei extremen Temperaturen sind auch örtliche Erfrierungen an Ohren, Pfoten und Schwanz möglich.

Wer erkrankt?
Welpen, alte Hunde und Unfallpatienten, daneben Nackthunde und kleinere Hunderassen mit kurzem Fell tolerieren Kälte am wenigsten. Werden sie durch und durch nass, wird die Kälte allerdings für alle Hunde gefährlich.

Wie erkennt man es?
Unterkühlte Hunde zittern, atmen flach und haben einen langsamen, schwachen Puls (spürbar an der Innenseite des Oberschenkels). Das Bewusstsein kann bereits getrübt sein. Durch Messung der Rektaltemperatur lässt sich die Unterkühlung am sichersten nachweisen, der Normalbereich liegt zwischen 38,0 °C und 39,0 °C.

Was ist zu tun?
Bei starker Unterkühlung bringen warme Bäder (aber nicht über 40 °C) den Körper schonend wieder auf Normaltemperatur, anschließend muss der Hund gründlich abgetrocknet und evtl. mit einer Wärmelampe bestrahlt werden. Liegt die Körpertemperatur unterhalb von 36 °C, sollte der Tierarzt eingreifen, der auch warme Infusionen verabreichen kann. Gleiches gilt für Erfrierungen. Welpen, die ohne Mutter aufgezogen werden, brauchen auf jeden Fall eine Wärmelampe, die aber wegen der Verbrennungsgefahr nicht zu nahe stehen darf.

Wie kann man vorbeugen?
Meiden Sie bei Spaziergängen im Winter brüchige Eisflächen und Gewässerränder, lassen Sie den Hund angeleint und bleiben Sie nicht zu lange draußen.

So, das wars auch schon von meiner Seite.
Ich hoffe wir finden noch einiges zu dem Thema.

LG Charline :win:
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Beitragvon Tiffi » 14.07.2007, 17:55

Hey, das find ich garnicht mal so schlecht.... :sup:
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Beitragvon Red » 14.07.2007, 21:34

@Tiffi
Ja, ich dachte das wäre vlt. ganz hilfreich es zum Notfall
irgendwo ein wenig zusammen gefasst parat zu haben.

Hab übrigens noch ein bisschen gesucht und noch was dazu gefunden:

Erstickung

Bei Erstickungsanfällen müssen Sie sofort handeln. Rechnen Sie damit, daß ihr Hund versuchen wird Sie zu beißen, er hat ganz einfach Todesangst. Versuchen Sie möglichst zu zweit dem Hund zu helfen. Eine Person hält den Hund im Nacken fest, die andere versucht den Grund des Erstickungsanfalls zu beseitigen.

eingeklemmte Fremdkörper im Maul

Anzeichen


-starker Speichelfluß

-der Hund reibt dem Maul am Boden entlang

-er versucht mit der Pfote am Maul zu reiben

-Schluckbeschwerden

Erstmaßnahmen


-öffnen Sie das Maul

-umfassen Sie mit der einen Hand den Unterkiefer und mit der anderen Hand den Oberkiefer

-drücken Sie mit Daumen und Zeigefinger fest auf die Lefzen

-drücken Sie die Kiefer auseinander

-achten Sie darauf daß die Lefzen auf den Zähnen aufliegen

-wird der Hund jetzt zubeißen, beißt er zuerst auf seine Lefzen

-versuchen Sie den Fremdkörper vorsichtig zu entfernen (keine Angelhaken gewaltsam entfernen, nicht an heraushängenden Fäden ziehen)

Erstickungsanfall

Handeln Sie sofort.



Einen kleinen Hunden heben Sie an den Hinterbeinen hoch und schwingen ihn vorsichtig ein paarmal hin und her.

Einen großen Hund umfassen Sie um den Brustkorb, heben ihn hoch so daß der Kopf nach unten hängt und lassen ihn kurz ruckartig nach unten ohne ihn dabei fallen zu lassen.



VORSICHT – große Hunde nicht an den Hinterbeinen hochheben, da Sie ansonsten dessen Hinterbeine auskugeln könnten.

Wenn diese Methoden nicht zum Erfolg führen, wenden Sie den Heimlichschen Handgriff an.

Legen Sie den Hund auf die Seite.

Kleine Hunde


-legen Sie eine Hand auf den Rücken des Hundes

-greifen Sie mit der anderen Hand in das Bauchfell unterhalb des Rippenbogens

-drücken Sie den Handballen kräftig, ruckartig nach innen/oben ( zu starke Einwirkung kann zu Verletzungen führen)

-wiederholen Sie den Handgriff, bis der Fremdkörper entfernt ist

-lassen Sie ihren Hund vom Tierarzt untersuchen, da durch die ungeübte Anwendung des Handgriffes Schäden entstehen können


Große Hunde


-legen Sie beide Handballen auf den Bauch des Hundes unterhalb des Rippenbogens

-drücken Sie den Handballen kräftig, ruckartig nach innen/oben ( zu starke Einwirkung kann zu Verletzungen führen)

-wiederholen Sie den Handgriff, bis der Fremdkörper entfernt ist

-lassen Sie ihren Hund vom Tierarzt untersuchen, da durch die ungeübte Anwendung des Handgriffes Schäden entstehen können
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Beitragvon Holger-76 » 17.08.2007, 08:35

Ich habe vor Jahren mal einen 1. Hilfekurs für Hunde gemacht. Der wurde von einem TA beim THW gemacht.
Der ASB in Frankfurt/Main bietet solche Kurse auch an. Die haben sogar eine Hundepuppe zum reanimieren.

Einen solchen Kurs kann ich nur empfehlen. :sup:
Gruß

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Beitragvon Ulla » 09.12.2007, 22:12

Find ich ne Superidee,

bei Insektenstichen Arnika Tinktur 1:5 verdünnt auflegen, nimmt die Entzündung und den Schmerz, auch ideal für Ohrenentzündungen oder Kratzwunden, keine Angst brennt verdünnt nicht.
Kann auch auf der Schleimhaut verwendet werden, z.B,. Zahnfleischentzündung

Auch für <mensch das beste Hausmittel.
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Beitragvon Nicki1970 » 03.01.2008, 16:15

Hallo liebe Foris,

auch die Johanniter bieten in verschiedenen Bundesländern, z. B. in Bayern, Kurse für 1. Hilfe am Hund an. Ich denke, es kann nicht schaden dort einmal vorbei zu schauen, denn beim Hund ist nun mal so einiges anders als beim Menschen :idea:

www.johanniter.de
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Re: Erste Hilfe Thread

Beitragvon Holger-76 » 06.03.2011, 21:32

Hier bei uns im Ort gibts eine Hundetrainerin die ab und zu solche Kurse anbietet. Werden wir das nächste mal mitmachen. :sup:
Gruß

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Re: Erste Hilfe Thread Verbennungen

Beitragvon Martin » 13.05.2013, 17:27

Das ist eigentlich gar nicht so viel anders als beim Menschen. Meine Mutter ist gestern beim Kochen über unseren Timmy gefallen, der sich hinter sie gelegt hatte, dabei ist heißes Wasser auf Timmy gespritzt. Wir haben dann einen Waschlappen nass gemacht und auf die Verberennung gelegt, natürlich auch festgebunden.Ich glaube es geht beides, verband und Eine Schnur, wir haben uns für den Verband entschieden, da der nicht einschnürt, er ist auch wieder glücklich und zufrieden. Ich habe in der Schule neulich einen großen erste Hilfe schein gemacht und da habe ich ziemlich viel über die erste Hilfe des Menschen gelernt, so viel anders kann dass ja auch nicht sein :D
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Re: Erste Hilfe Thread

Beitragvon michsy » 14.05.2013, 11:49

Na mit ner Verbrennung würde ich aber dann schon zu TA gehen und nicht selbst Hand anlegen.
LG Micha
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Re: Erste Hilfe Thread

Beitragvon Martin » 14.05.2013, 13:20

jedenfalls ist er wieder glücklich und zu frieden, von der Verbrennung ist nichts mehr zusehen.
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Re: Erste Hilfe Thread

Beitragvon michsy » 14.05.2013, 14:14

Na dann ist ja gut. ;)
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Re: Erste Hilfe Thread

Beitragvon Martin » 14.05.2013, 16:27

Gibt es eigentlich auch eine stabile Seitenlage bei Hunden?
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