Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Gerade Neu-Beagler haben viele Fragen, die sich auf die Erziehung bzw. das Verhalten ihrer Kleinen beziehen. Hier finden sie Anregungen, Tipps und Antworten auf Fragen die speziell mit Welpen zu tun haben.

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Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Beitragvon BoChes » 05.06.2017, 11:32

hallo ihr LIeben
Ich hab mal eine Frage an euch und zwar vorallem Beaglebesitzer, aber auch an die Andern 1_(53)

Mein
Chester ist jetzt 8 Monate und kann schon mal schön bei Fuss gehen, sich setzen, folgt bei Fuss auch wenn ich wende, sei es hinter mir durch oder neben mir her. Auch beherrscht er das Platz und bleib super. Nun aber ist er auf andere Hunde äusserst stark fixiert und kennt dann nichts mehr, geht nicht mehr Fuss, setz sich nicht hin (auf Befehl) und zerrt und jault nur noch, das auch bei (vor allem ihm bekannten) Personen. Er will immer nur spielen gehen... Was kann ich tun, was habt ihr mit euren Jungbeaglen gemacht, wie habt ihr das hingekriegt? Ich denke das sollte man schaffen. Ich weiss mitlerweile dass Beagle extrem starrköpfig sind (so erleb ich dies) und hoffe dass sich sein Verhalten noch ändert und er mehr auf mich hören wird.

Dann zu Bonnie (5j.): sie ist sehr dominant und will mich nicht als ihren Boss akzeptieren. Ohne Ablenkung geht alles so wie mit Chester. Aber wehe es kommt ein anderer Hund und sie kann nicht hin, dann knurrt sie und zerrt ebenfalls. Ohne Leine oder an der Schleppe macht sie das nicht weil sie hin kann. Sie ist ein gut sozialisierter Beagle aber wenn sie bei mir bleiben muss weil der andere Hund an der Leine ist, ist sie der wahre kleine 38cm Teufel. Gibt es hier jemand der auch einen Beagle aus 3ter Hand hat und davor schlecht das Leinengehen geübt wurde? Die Vorbesitzerin von Bonnie gab mir zu dass sie das nie wirklich geübt hätten. Ich finde dies als ein grosser Fehler. Wer hat welche Erfahrungen gemacht, habt ihr es noch hingekriegt? Wie lange hats gedauert?

Ebenso ein Riesenfehler ist wenn ein Züchter sagt: du kannst mit 8 Monaten den Hund langsam anfangen zu erziehen bis dann nebenher laufen lassen. Wurde mir gesagt was ich aber nicht getan habe, zum Glück sonst wäre Chester gar nicht mehr führbar. Ich hab vom 1. Tag an leichte Erziehungsübungen gemacht. Im Haus wie auch draussen nur Kleinigkeiten und langsam gesteigert. Was sagt ihr zu einer solchen Aussage?

Ich wäre euch riesig dankbar um eure:

- Ideen
- Tipps und vor allem
- Erfahrungsberichte aber auch
- Meinungen

Bonnie macht mir echt Sorgen.

Danke euch
äs liebs Grüessli
BoChes
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Re: Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Beitragvon Beagle-im-Teich » 05.06.2017, 12:48

Nunja, was soll ich sagen oder raten?
Bei Jule (knapp 5 Monate alt) ist das ähnlich. Sie hört schon ganz prima, auch bei leichter Ablenkung. Sind jedoch andere Hunde in Sichtweite leidet sie an Alzheimer. Sie vergisst alles und ist nur auf ihre Artgenossen fixiert. Die will sie unbedingt kennen lernen und mit ihnen laufen, rennen und spielen. Dabei ist es egal, ob Beagle oder eine andere Rasse. (Ihr bester Freund ist ein einjähriger Dobermann.)
Beagle sind nun einmal Meutehunde. Als solche fühlen sie sich eben in einer Meute am wohlsten. Und in der Meute gelten eben ganz spezielle "Gesetze". Da überwiegt dann wohl der Jagdinstinkt. Die Meute bleibt mehr oder weniger zusammen, bis "der Job" erledigt ist.
Ob man das abstellen kann? Ich weiß es nicht. Vielleicht mit einem Anti-Jagd-Training.
Ich kenne nur einen Beagle, der sich von anderen Hunden nicht "angezogen" fühlt. Der ist allerdings schon über 14 Jahre alt und will nur noch seine Ruhe haben.
Wenn man einen Hund haben will, der immer und überall aufs Wort hört, sollte man auf einen Beagle verzichten und stattdessen einen Dobermann, Schäferhund o.ä. anschaffen. :mrgreen:
Ach ja, selbstverständlich beginnt die Erziehung eines Hundes am ersten Tag. Ganz unabhängig von der Rasse.
Liebe Grüße von Jule
und Hermann

Solange Menschen denken, dass Hunde nicht fühlen,
müssen Hunde fühlen, dass Menschen nicht denken.
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Re: Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Beitragvon Snoodi » 05.06.2017, 15:19

Nun ja, du hast es schon ganz richtig erkannt: Beagle haben ihren eigenen Kopf und tanzen gerne mal aus der Reihe.

Bei Chester würde ich mir jetzt noch keine großen Gedanken machen. Er ist noch ein Junghund und in der Lernphase. Und es ist eigentlich ganz normal, dass er mit anderen Hunden spielen möchte und diese Hunde dann natürlich interessanter für ihn sind als Herrchen oder Frauchen. Ich bin aber auch der Meinung, dass wenn man die Macken seines Hundes kennt ganz gut gegensteuern und so manche Stresssituation umgehen kann. Du musst dich halt für deinen Hund interessanter machen, als alles andere. Aber er ist erst 8 Monate und ist nicht einfach. Und er hat doch schon eine Menge gelernt. Einfach mal die Ansprüche etwas zurücksetzen, dann klappt das schon.

Nun zu Bonnie:
Du schreibst, dass Bonnie mit ihren 5 Jahren schon 3. Hand ist. Wer weiß, was sie in ihrem kurzen Leben schon alles mitgemacht hat oder auch eben nicht. Wenn die Vorbesitzerin nicht einmal die einfachsten Sachen mit ihr trainiert hat, musst du halt bei Null anfangen. Auch bei Bonnie musst du dich interessanter machen, als andere Hunde es für sie sind. Übe täglich mit ihr und lobe sie.

Gib mal oben rechts Dominanz in die Suchfunktion ein, dort findest du einige Tipps.

Und die Aussage des Züchters geht schon mal gar nicht. Was macht der denn beruflich?
Liebe Grüße Iris
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Re: Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Beitragvon BoChes » 05.06.2017, 15:32

danke euch. Ja ich weiss dass Chester noch sehr jung ist aber es ist und mit Bonnie zusammen halt doch sehr anstrengend. Wenn ich täglich über ca 30 min mit ihnen strikt arbeite klappts dann viel besser.

Ich soll mich interessanter machen? Ich frag mich echt wie denn ich bin ja nicht ein Hund und spielen ist bei Bonnie gar nicht drin, tut sie nämlich nicht und das mit dem noch besseren Leckerli, worauf Bonnie ja immer abfährt so verfressen sie ist, hab ich schon im Beitrag erwähnt, auch nichts machbar. Ihr Wille ist so enorm... Sie akzeptiert mich in diesen Momenten einfach nicht als Chef.

Ich hab keine Ahnung was der Züchter von Chester von Beruf ist.
äs liebs Grüessli
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Re: Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Beitragvon Snoodi » 06.06.2017, 08:47

"Was macht der denn beruflich"? war auch mehr als Scherz gemeint. Dies fragt man bei uns, wenn jemand eine unverständliche (nicht nachvollziehbare) Aussage über sein Metier trifft. War nicht so ganz ernst gemeint.

Mit interessanter machen meinte ich, dass du Bonnie in den Situationen der Hundebegegnung ablenken solltest. Dies könnte durch einen Ball, den sie im Maul hat oder ein Stöckchen funktionieren, müsste allerdings auch geübt werden. Oder ihr geht anderen Hunden, wenn möglich, aus dem Weg.
Liebe Grüße Iris
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Re: Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Beitragvon Kerstin » 06.06.2017, 10:15

Interessant wirst Du für einen Beagle, wenn Du das leckerste Stück Wurst oder Fleisch das außerordentlich gut und stark riecht, im Hosensack spazieren trägst und dann natürlich auch damit konditionierst, also als Leckerlie gibst.
Mal ganz ehrlich, Du hast zwei Beagles und wichtiger als jagen und spielen ist *FUTTER*. :mrgreen:
Vergiss fürs Training mal alle guten Futterratschläge und nimm das, was am besten wirkt.
Also ich hab viel mit Gebratener Rinderleber oder Geflügellyoner gearbeitet.
Und wenn ein anderer Hund vorbei kommt, lass sie absitzen und hält Ihnen ein Stück Fleisch vor die Nase, bis der andere Hund vorbei ist.
Ich würde das unterwegs aber nur mit der Leine üben. Auch Fuß gehen, kannst Du mit einem Stück Fleisch in der geschlossenen, hängenden Hand gut üben, so dass Beaglechen immer die Nase an Deiner Hand hat und Diese das interessanteste auf der Welt ist. Natürlich immer mit Kommando. Vielleicht klappts ja
Du könntest Zuahuse auch mit einem clicker trainieren.


Aber mach Dir keinen Stress, es sind halt Beagles. :biggthumpup Eigenleben inclusive.
Ich wünsch Dir viel Glück!
viele Grüsse von Kerstin, Paula, und Balu
und Emma im Herzen

Dass mir der Hund das Liebste sei, sagst Du o Mensch sei Sünde.
Der Hund blieb mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal bei Winde.
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Re: Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Beitragvon Kerstin » 06.06.2017, 10:15

Doppelt
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Re: Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Beitragvon BoChes » 06.06.2017, 11:14

danke Kerstin

das mit dem Futter ist leider nur so lang interessant bis sie is im Maul haben. Das heisst eine gebrochene Sek, haben sies, ist ihr Blick, Kopf in einem Bruchteil ner Sekinde wieder beim Zielobjekt. Aber das mit dem vor-die-Schnauze-halten bis der ander vorbei ist werde ich mal versuchen.
Ich hab mit Bonnie schon mit Lachs gearbeitet, nützte aber auch nur vor die Sekunde bis sie gekriegt hat und sobald ich nichts mehr in der Hand hielt, war ich uninteressant. Aber ich versuchs mal mit dem in der Hand behalten.
äs liebs Grüessli
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Re: Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Beitragvon aylili » 06.06.2017, 11:41

Hallo BoChes,

also vorweg muss ich sagen, dass Max mit seinen 8,5 Monaten schon super erzogen war als wir ihn übernommen haben.
Er konnte Sitz, Platz, Bleib und Fuß (aber nur ohne Leine) und dann noch ein paar Tricks wie Hallo (winken), Laut (bellen) und natürlich High Five.
Allerdings war er da er mitten aus Speyer zu uns ans der Welt in ein kleines Dorf auf dem Lande kam erstmal etwas fremd.
Er hatte sehr viel Angst, vor allem vor lauten Geräuschen.
Die Traktoren, die dann gelegentlich noch Druckluft ablassen und die im Vergleich zu ihm riesengroßen Kühe.
Das war von da an also unsere "Baustelle" und mit viel Geduld hat es geklappt.
Er hat recht schnell kapiert, dass der Traktor zwar laut ist, aber wir dann immer zu irgendwelchen Wiesen fahren. Angst hatte er trotzdem noch eine ganze Zeit aber die Neugier wo es hingeht hat gesiegt.
Und heute kann er sogar bei laufendem Motor auf einem unserer Traktoren schlafen. Er hüpft sogar eigenständig auf die Dinger drauf - hauptsache dabei!

Ich denke wie auch alle vor mir schon geschrieben haben - üben ist alles!
Bei Max kommt es beispielsweise auf den Hund der entgegenkommt an und dabei nicht auf aussehen sondern offenbar eher Sympathie.
Kommt uns ein Hund entgegen der rumpöbelt interessiert ihn oft überhaupt nicht. (Meistens sind das so kleine Schneckenbeller - Yorkshire Terrier oder Chihuahuas :roll: )
Bei manchen Hunden mag er tatsächlich gerne hin und piebst und zieht etwas an der Leine aber das ist auszuhalten.
Nur letztens hat er einmal richtig böse geknurrt, aber vielleicht war ihm der andere Hund einfach unsympatisch...ich weiß es nicht.

Hast du mal versucht getrennt Gassi zu gehen um besser üben zu können ? Manche Hunde schaukeln sich gegenseitig hoch.
Und möglicherweise schaut Chester sich auch einfach nur das Verhalten von Bonnie ab...
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Re: Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Beitragvon Steffen64 » 06.06.2017, 12:29

@ BoChes,

wir bekamen Ginger mit 1,5 Jahren. Davor war sie 1 Jahr auf der Flucht in Südfrankreich. Wurde gleich als Junghund ausgesetzt. Seit 1,5 Jahren gehen wir regelmäßig in die Hundeschule. Die üblichen Kommandos laufen an der Leine und auch abgeleint in der freien Wildbahn (Wald) tadellos. Ist halt eine Menge Training notwendig und noch mehr Hundeleberwurst ;)

Viel Erfolg

Steffen
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Re: Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Beitragvon BoChes » 12.06.2017, 07:04

danke euch

ja Chester ist auf dem besten Weg da ich es , die Erziehung, nicht vernachlässogt habe so wie es bei Bonnie geschah. Ich habe mit meiner Freundin gesprochen welche die Vorbesitzerin sehr gut kennt. Sie sagte mir dass die Bonnie NULL Erziehung genoss, naja vielleicht ein MÜ was so viel ist wie fast gar nix.

Ich bleib am Ball denn mir wurde auch klar dass Chester mit seinen gut 8,5 Monaten halt noch ein totaler Flegel ist und Zeit braucht. Und mit der Zeit sollte er etwas ruhiger werden was andere Hunde angeht. Er soll kein Pflegma werden aber die andern Hunde an der Leine in Ruhe lassen das heisst, nicht ziehen, zerren, jaulen und bellen weil er unbedingt dahin möchte. Ich denke dann wird es auch mit Bonnie etwas leichter. Sollte sie nur etwas knurren und sich nicht mehr so aufführen wie ne Furie, was sie ab und zu noch macht, habe ich/wir gewonnen.

danke für eure ganzen Tipps und Berichte
äs liebs Grüessli
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Re: Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

Beitragvon Steffen64 » 12.06.2017, 11:36

... halt uns doch auf dem Laufenden, was die Erfolge anbelangt :sup:

Gruß

Steffen
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