Vom Welpen zum Junghund, der Beagle in den ersten Monaten

Gerade Neu-Beagler haben viele Fragen, die sich auf die Erziehung bzw. das Verhalten ihrer Kleinen beziehen. Hier finden sie Anregungen, Tipps und Antworten auf Fragen die speziell mit Welpen zu tun haben.

Moderatoren: GIBSBY, michsy, EhrSan

Vom Welpen zum Junghund, der Beagle in den ersten Monaten

Beitragvon beagler » 17.01.2006, 16:41

Hallo Beagle-Freunde,

mir ist aufgefallen, dass es viele Fragen zum Thema "Mein Beagle & die ersten Monate" gibt.
Daher möchte ich hier eine Thread starten, der sich mit den speziellen Fragen nach dem Kauf eines Beagle beschäftigt.

Quasi ein Ratgeber für die ersten 6 Monate im Leben eines Beagle :sup:

Es beginnt wenn Ihr Euren Beagle abholt, in der Regel ab der 8 Woche...

Man könnte Unterpunkte wie "Das neue Zuhause", "Die erste Nacht", "Gassi wo und wie oft", "Spaziergang", "Hundebegegnungen", "Hundeschule", "Impfungen", "Tierarzt bzw. Homöopath", "Futterplan", "Verbotenes" wie z.B. Treppensteigen oder am Fahrrad laufen, "Ausrüstung" Leine, Zeckenzange etc. kurz alles was ein/e Beaglebesitzer/in in den ersten Monaten wissen sollte.
Das Ganze wird möglichst kurz gehalten und übersichtlich gestaltet.:mrgreen:


Natürlich kann man das alles in einem guten Hundebuch finden, aber in der Regel zu allgemein.

Es würde sicherlich für viele Neu-Beagler eine große Hilfe sein, zumal der Umgang mit/ in einem Forum zunächst auch gelernt sein will und die Besitzer meist keine Zeit/ Lust auf eine stundenlange Suche im Forum haben.

Ist finde es daher eine gute Idee, da sicherlich viele davon profitieren können :sup:

Ich werde einige Beiträge einpflegen und entsprechend sortieren (von 8 Wochen bis zum 6 Monat). Verbesserungsvorschläge sind wilkommen :!:
Nicht traurig sein, wenn Eurer Beitrag nicht komplett übernommen werden sollte :verweis

Bitte nicht nur lesen sondern auch posten :sup:

Liebe Grüsse

beagler :machaugenauf

:arrow Welpen abholen (an Spannung nicht zu übertreffen): :hearts
Der Idealfall wäre, wenn er von 2 netten Menschen abgeholt worden wird. dafür Danke@Michael :gut
So kann sich einer um ihn kümmern und der andere, die wertvolle Fracht nach Hause fahren.
Bitte den Welpen bei der ersten Autofahrt auf dem Arm halten (natürlich nicht am Steuer) und nicht in den Fussraum oder ähnliches legen (hier könnte er Angst vor dem Autofahren bekommen).
Vielleicht gehts ja auch mit einem Schuhkarton oder ähnliches.
Er muss auch nicht getröstet werden, da Autofahren ja nichts schlimmes ist.
Einfach im Arm halten und mit ihm reden, so dass er sich an Euren Geruch und an die Stimme gewöhnen kann.

:arrow Zuhause angekommen :zzz
Sollte der Welpe nicht schon während der Fahrt geschlafen haben, so wird er bestimmt jetzt so richtig doll müde sein.
Jetzt braucht er erst einmal etwas Ruhe.
Zeigt ihm das Wassertöpfchen und lasst ihn vorher noch einmal Pieseln, dann schläft er besser.
Geht mit ihm in den Garten bzw. auf die Wiese und versucht euer Glück.
Bitte nicht böse sein, wenn es am Anfang mal in der Wohnung passiert, so eine Welpenblase ist halt noch nicht trainiert :mrgreen:
Ihr solltet nicht sofort die ganze Nachbarschaft zum angucken einladen.
Gebt ihm Zeit (eine Woche) sich an Euch und seine neue Umgebung zu gewöhnen.
Die Verlust der Meute und das neue Heim sind schon aufregend genug.
Sicher habt ihr schon ein Körbchen oder eine Decke für ihn bereit gestellt.
Vielleicht sucht er sich aber auch einen anderen Platz zum Schlafen aus...

:arrow Die erste Nacht im neuen Heim :snoopy
Ich würde den Welpen immer in eurer Nähe schlafen lassen, damit er nicht das Gefühl hat, dass er ganz alleine auf der Welt ist.
Vielleicht in einer Box (mit einem kuscheligen Fell) oder auf einem Kissen oder Körbchen.
Bei jeder Bewegung nachsehen, es könnte ja Pulleralarm sein.


:arrow VERBOTENES :stupid dafür Danke @Petra :gut
Bitte den Welpen am Anfang nicht zuviel zumuten, sie brauchen vor allem SCHLAF.
* keine langen Spaziergänge (die Gelenke sind noch zu schwach)
* keine Treppen (s.o.)
* kein Laufen am Fahrrad (s.o.)
* kein Springen vom Sofa etc. (s.o.)
* keine Megaknochen
* kein Spielzeug, welches verschluckt werden könnte z.B. kleine Bälle
* keine Näpfe aus Metal. Metalnäpfe sondern ab, wenn etwas lange darin steht und so kann der Hund eine Aluminium / Nickel-Vergiftung bekommen.
* Frisches Brot z.B. gärt. Es bilden sich nicht Gase sondern Bläschen. Das kann zu einem Magendreher (ein extrem aufgeblähter Magen, fast steinhart) führen.


:arrow Hundebegegnungen :schlaumeier
dafür Danke @patrik :gut
Ich möchte jedem empfehlen, seinen Welpen nicht jedem dahergelaufenen Hund auszuliefern.
Selten sind die perfekt sozialisiert. Seid wählerisch in der Auswahl.
Da möchten wir als Hundehalter das Vertrauen des Welpen gewinnen und wissen nichts besseres, als ihn jedem fremden Hund auszuliefern.
Seid wählerisch und setzt Euch auch gegen das Nichtverständnis der anderen Hundebesitzer durch.
-----------------------------------
Ich möchte noch ergänzen, dass Hundebegegnungen (an der Leine), gerade als Welpe, vermieden werden sollten.
Der Hundeführer sollte das Verhalten bei Hundebegegnungen regeln und seinem Hund dadurch die nötige Sicherheit vermitteln.
Auch wenn es die anderen Hundebesitzer nicht verstehen!
Von einer "kurzen Begrüßung" haben die Hunde nämlich nichts Positives, im Gegenteil.
Sie bekommen vielleicht Lust, miteinander zu spielen und dürfen es dann nicht.
Das ist das gleiche, als wenn ich meinem Hund ein Leckerchen anbiete und es ihm wieder wegnehme, bevor er es fressen kann.
Das frustriert!!
Wenn die Hunde sich nicht mögen, ist es absolut gefährlich, sie an der Leine zusammen zu lassen.
Die meisten Hunde fühlen sich angeleint besonders stark, da ihr Mensch im wahrsten Sinne des Wortes hinter ihnen steht.
Sehr viele Hunde verhalten sich an der Leine ganz anders als im Freilauf, meistens wesentlich aggressiver.
Dazu sollte man auch bedenken, dass viele Krankheiten über dieses "kurze Begrüßen" ausgetauscht werden können (bei fremden Hunden weiß man ja nie!)
Außerdem ist es sehr viel schwerer, einen Hund zu führen, der es gewohnt ist, an der Leine zu anderen Hunden gehen zu dürfen.
Gezerre und Ziehen an der Leine sind dann die Folge.
Ist der Hund gewohnt, dass es an der Leine keinen Hundekontakt gibt, ist es wesentlich einfacher, ihn auch durch größtes Hundeausstellungsgewühl o.ä. an lockerer Leine zu führen.
Kontakt mit anderen, auch schon mal mit (gesunden!) fremden Hunden ist wichtig und muss unbedingt geboten werden.
Aber bitte immer in einer Freilaufsituation.


:arrow "Was für Zubehör benötigt der neue Beaglebesitzer" :dogeyes
Körbchen, Decke, Kissen, Wassernapf, Leine(n), Halsband, Bürste, Speilzeug, Hundebücher.. .Bitte um weitere Vorschläge


:arrow Checkliste Hundeapotheke (Standard) :les
Buch zum Vorbereiten und Nachschlagen im Notfall
Fixierbinde 5x Wundversorgung, Fang zubinden, Leine, Druckverband
selbsthaftende Binde 2x je nach Größe Ihres Hundes 5 oder 7,5 cm Breite.
Für kleine Hunde reicht eine selbsthaftende Binde
mobil Kompressen, steril 5x Doppelpack = 10 Stück
Polsterbinde 2x Polstern von Verbänden, Salbenverbände
Heftpflaster 1x
Dreiecktuch 1x Fang zubinden
Verbandtuch 1x für großflächige Wunden
Wunddesinfektion 1x
Fellschere 1x Fellentfernen um Wundränder herum
Verbandschere 1x
Pinzette 1x
Kältekompresse 2x Kühlen bei Stichen, Prellungen, Schwellungen, Hitzschlag
Thermometer 1x
Beatmungstuch 1x
Diagnoselampe 1x Untersuchen von Ohr, Nase, Fang. Versorgen / Untersuchen im Dunkeln.
Zeckenentferner 1x Zeckenhaken oder Zeckenzange
Calendula-Tinktur (bei Entzündung des äußeren Gehörganges)
& Rescue-Tropfen dafür Danke @jutta
Weitere Erläuterungen findet Ihr hier
http://www.hunde-hunde.de/content/view/13/125/

:arrow Impfungen :fight dafür Danke @jutta
In den meisten Fällen werden die Welpen in der 8.Woche geimpft an die neuen Besitzer übergeben.
Die Nachfolgeimpfung wird in der 12. Woche empfohlen. Es macht aber überhaupt nichts, dies im Interesse des Welpen noch um 1-2 Wochen, nach hinten zu verschieben. Um so sicherer kann man sein, das dann die zweite Impfung greift, weil die mütterlichen Antikörper (maternale Antikörper), je älter ein Welpe ist, soweit abgebaut oder zumindest herabgesetzt sind, das man sicher gehen kann, dass der Welpe nun eigene Antikörper aufbauen kann.

Leider wird bei der zweiten Impfung gern Tollwut mitgeimpft. Da dies eine enorme Belastung des Immunsystems darstellt, weil hier inaktivierter Impfstoff und Lebendimpfstoff zugleich verabreicht wird , würde ich davon abraten und die Tollwutimpfe erst nach Abschluss des Zahnwechsels geben lassen.
In den meisten Fällen wird eine 5-oder 7-fach.Impfung dem Welpen gegeben, also gegen Staupe, Parvovirose, Hepatitis, Tollwut, Zwingerhusten und 2 Arten Leptospirose.
Zur Tollwutimpfe habe ich schon etwas geschrieben, Zwingerhusten lässt sich sehr gut behandeln, da es sich um eine normale Influenza handelt.

Die Leptospirose ist genau wie die Borreliose-Impfung ein bakterieller Totimpfstoff aus ganzen Bakterien, die mehr Nebenwirkungen als alle anderen Hundeimpfstoffe zusammen haben. Ganzkeim-Bakterine sind in der Humanmedizin nicht mehr üblich.
Zum anderen ist die Schutzdauer der Leptospiroseimpfung vier bis max. zwölf Monate, wenn überhaupt.

Auch über die Hepatitisimpfung könnte man streiten, da diese Erkrankung hier bei uns, so gut wie garnicht mehr vorkommt.

Also bleiben letztendlich noch Staupe und Parvovirose ev. Hepatitis übrig, welche ich impfen lassen würde.
Sehr gute Informationen über die Impfungen beim Hund erhaltet ihr auf der Seite http://www.haustierimpfung.de

Hier noch einige Hinweise, welche Nebenwirkungen Impfungen haben können. Ich kopiere das aus der Haustierimpfseite mal rein:

1.Anaphylaktische (allergische) Reaktionen:
* schwerer Schock unmittelbar nach der Impfung, muß sofort vom Tierarzt mit Antischockmitteln behandelt werden;
* Gesichtsödeme, Hauterkrankungen, unstillbarer Juckreiz;
* Durchfall und Erbrechen (manchmal blutig)

2.andere Reaktionen:
* Autoimmunerkrankungen: autoimmunhämolytische Anämie, eine schwere Blutkrankheit, in den meisten Fällen tödlich; Hypothyreose: Autoimmunerkrankung der Schilddrüse u. a.
* Nervenentzündungen, Lähmungen
* Enzephalitis (Hirnentzündung, teilweise mit schweren Krampfanfällen, unheilbar)
* Pannikulitis (Entzündung des Unterhautfettgewebes), Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäßwände) u. a.
* Impfsarkom: Tumor an der Impfstelle, bei Katzen relativ häufig, bei Hunden sehr selten, führt trotz Operation fast immer zum Tode

:arrow Hundeschule :runningdog
* Ab der 9. Woche, nach Eingewöhnung
* In einem eingezäunten Grundstück
* Mit Qualifizierten Ausbildern
* In nach Alter angepassten Gruppen
* Nicht zuviele Hunde pro Gruppe
* Vorher nicht Füttern (Hund hat Schmacht & hört besser)
* Danach nicht füttern (Gefahr einer Magendrehung)
* Wasser, Leckerli und Handtuch nicht vergessen
* Normale Leine, keine Flexi-Leine mitnehmen

:arrow Richtige Motivation des Hundes :keks

Damit der Hund optimal lernt, muss er in der richtigen Weise motiviert sein.
Grundsätzlich ist dafür wichtig, dass der Hund im Training frei von (negativem) Stress und Angst ist.
Diese Dinge blockieren die Aufnahmefähigkeit des Hundes.
Es gibt unterschiedliche Motivationsarten, die hier kurz erklärt werden.

Um erwünschtes Verhalten zu fördern, nutzt man in der modernen Hundeerziehung lediglich die beiden ersten Motivationsarten:

1. Primärmotivation: Dabei ist das Tun an sich die Motivation für den Hund.
Für das Spielen mit seinem Menschen muss der Hund z.B. nicht belohnt werden, da das Spiel an sich für ihn schon etwas Lustvolles ist.

2. Sekundärmotivation: Der Hund tut etwas, weil danach eine Belohnung erfolgt. (Beagle! :mrgreen: )
Weiß der Hund, dass er z.B. für das Sitzen ein Häppchen bekommt, wird er das gern wieder machen.

3. Negative Motivation: Der Hund tut etwas, weil er anderenfalls etwas Unangenehmes zu erwarten hat.
Ein entsprechend ausgebildeter Hund macht z.B. Platz, um dem ansonsten erfolgendem starken Ruck an der Leine nach unten auszuweichen.
Quelle: Hundeschule für jeden Tag, Gräfe und Unzer, ISBN 3-7742-1397-6

:arrow Wie Hunde Lernen :gruebel

Sie veranlassen den Hund bewusst oder unbewusst dazu, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen.

Instrumentelle Konditionierung:
Der Hund lernt am Erfolg. Eine Verhaltensweise des Hundes wird sofort auf eine für den Hund reizvolle Art belohnt. So wird er dieses Verhalten gerne wieder zeigen.
Beispiel: Hund setzt sich, das Häppchen folgt.

Klassische Konditionierung:
Durch einen bedingten Reiz wird ein Reflex ausgelöst.
Beispiel: Der Hund ist gewöhnt, dass er leere Joghurtbecher auslecken darf. Er verknüpft mit der Zeit, dass dem Auslecken des Bechers das Geräusch des Löffels auf dem Boden des fast leeren Bechers vorausgeht. Nach kurzer Zeit beginnt der Hund bereits zu speicheln, wenn er dieses Geräusch hört.

Bedingte Appetenz:
Der Hund lernt, ein bestimmtes Verhalten seines Halters als Reiz für eine Antriebsbefriedigung zu verstehen.
Beispiel: Der Mensch nimmt einen bestimmten Ball in die Hand. Der Hund freut sich, weil das ein Signal für ein beliebtes Spiel ist.

Unerwünschtes Verhalten verhindern
Es gibt auch Lernvorgänge, die den Hund veranlassen, Verhaltensweisen abzubrechen und künftig zu unterlassen. Das geschieht durch folgende Lernvorgänge:

Bedingte Aversion:
Ein Verhalten ist mit einer unangenehmen Erfahrung verbunden. Das Verhalten wird unterlassen.
Beispiel: Der Hund möchte etwas Fressbares vom Tisch stehlen. Der Happen ist mit einer übel riechenden und schmeckenden Substanz präpariert. Der negative Reiz geht aus der Sicht des Hundes von dem begehrten Objekt aus.

Bedingte Hemmung:
Durch ein Verhalten wird eine negative Erfahrung ausgelöst.
Beispiel: Der Hund startet zum Jagen einer Katze. In dem Moment, in dem er losrennt, erfolgt der Verhaltensdurchbruch, z.B. durch den Einsatz einer Discscheibe oder eines Lieblingsspielzeuges auf das der Hund aufmerksam gemacht wird.
Quelle: GU-Verlag, Hundeschule für jeden Tag, ISBN 3-7742-1397-6

:arrow Sinnvolle Beschäftigung :juggle

Damit ihr Welpe sich an Geräusche & Umgebungen gewöhnt sollte er folgende Orte mit Ihnen aufsuchen/ erledigen:

Fahrt mit dem Bus, der Strassenbahn oder mit dem Zug
Längeres Verweilen in unmittelbarer Nähe eines Kinderspielplatzes zu bevorzugten Kinderspielzeiten (natürlich angeleint)
Besuch auf einem Hauptbahnhof
Besuch einer U-Bahn Station
Überqueren von Brücken jeglicher Art
Gemeinsame Bootstour
Gemeinsam schwimmen gehen
Fahrstuhlfahren, besonders in Glasfahrstühlen
Besuch von Orten an denen viele Hunde herumlaufen
Gang durch ein grosses Kaufhaus
Spaziergang in einem Naherholungsgebiet, in dem man auf viele Radler, Skater, Jogger oder auch Kinderwagen trifft
Bummel durch eine Einkaufsstrasse
Spaziergänge im Grünen an immer wieder wechselnden Orten.
Längeres Verweilen auf dem Parkplatz eines grossen Supermarktes Besuch in einem Zoo
(Achtung vorher erkundigen ob das Tier mit hinein darf)
Ausflug aufs Land - Kühe, Pferde, Schafe usw. beobachten
Fahrt durch eine Auto-Waschstrasse ( :mrgreen: )
Freunde, Nachbarn oder Verwandte mit einem Besuch beglücken Verweilen in einem Strassencafe oder im Biergarten mit viel Passantenverkehr

Suchspiele :lupe

- Sich selber verstecken - sei es in der Wohnung oder im Freien.
- in leere Filmdöschen einige Löcher bohren, die Dose mit Leckerlies füllen und verstecken.
- Leckerchen auf dem Boden auslegen und diese suchen lassen.
- Mehrere umgekehrte Plastikschüsseln auf den Boden stellen, unter einer ein Leckerchen verstecken, der Hund muss die richtige Schüssel finden.
- Leckerchen/Spielzeug gezielt verstecken (hinter Sofakissen, unter Schränken, in der Duschwanne etc.).
- Pappkarton mit Zeitungspapierknäulen füllen und darin ein Schweineohr etc. verbuddeln.
- Auf dem Spaziergang Dinge fallen lassen, die nach Ihnen riechen - ein Handschuh, eine Socke, ein Stück Stoff.

:arrow Mit dem Hund in Urlaub :francais
Hier habe ich eine schöne Seite zu dem Thema gefunden
http://www.br-online.de/umwelt-gesundhe ... b/auto.xml


:arrow Giftpflanzen :krank
Hier ein externer Link über Giftpflanzen. dafür Danke @Astrid :gut
http://www.afghans4u.de/gesundheit/Giftpflanzen.html
Leckerlitaschen gibt es bei
www.smack-bag.de

Bild
Benutzeravatar
beagler
Old Dog
Old Dog
 
Beiträge: 269
Registriert: 11.09.2003, 13:38
Wohnort: NRW

Beitragvon patrik » 18.01.2006, 12:46

Hallo

Finde es eine gute Idee.
Hab schon was gefunden, was von mir aus gesehen noch wichtig ist.

Ich möchte jedem empfehlen, seinen Welpen nicht jedem dahergelaufenen Hund auszuliefern. Selten sind die perfekt sozialisiert.
Seid wählerisch in der Auswahl.
Da möchten wir als Hundehalter das Vertrauen des Welpen gewinnen und wissen nichts besseres, als ihn jedem fremden Köter auszuliefern.
Seid wählerisch und setzt Euch auch gegen das Nichtverständnis der anderen Hundebesitzer durch.

Patrik

ps: findet man auch bei der "Gebrauchsanweisung". Denn beim ausgewachsenen Hund ist es genau gleich.
patrik
 

Beitragvon patrik » 18.01.2006, 21:29

Hallo Beagler

Jetzt geht es Dir wie mir auch schon. :mrgreen:
Ich bin nicht überall einverstanden. :P

Ich möchte noch ergänzen, dass Hundebegegnungen (an der Leine), gerade als Welpe, vermieden werden sollten.


Finde Hundebegegnungen mit gut sozialisierten Hunden wertvoll.
Wobei das spielen lassen (ohne Leine) nicht bei jeder dem Hund passenden Situation geschehen sollte. Sondern der Zeitpunkt durch den Hundeführer bestimmt wird.

Ich habe meine Nabou in eine Box gesteckt, damit sie nicht alleine auf Entdeckungstour geht.
Angeblich beschmutzen ja Welpen das eigene Nest nicht.
Die Box ist zumindest trocken geblieben.


Da haben sich beinahe meine Haare aufgestellt.

Der Welpe soll sich in diesem Bereich der Wohnung aufhalten, den er auch später zur freien Verfügung hat.
Wir haben die ersten drei Wochen im Wohnzimmer übernachtet.
Den Hundekorb direkt bei der Couch.
In den ersten Nächten anfangs die Hand noch im Hundekorb.
Da möchte man eine Beziehung herstellen und sperrt den Welpen in den einzel Knast. Ich bin generell gegen die abgeschlossene Box im Wohnbereich.
Den Wecker haben wir gestellt um den Hund alle zwei bis drei Stunden auf den Rasen zu stellen. Unser Hund hat nie gebellt um anzuzeigen, das es notwendig währe auf den Rasen zu gehen sondern mit der Zeit die Hand angestupft.
Nach drei Wochen war er stubenrein.

Viele Grüsse aus der verschneiten Schweiz
Patrik
patrik
 

Beitragvon beagler » 19.01.2006, 08:21

Hallo Patrik,

freue mich über jede konstruktive Kritik :top

Finde Hundebegegnungen mit gut sozialisierten Hunden wertvoll.


"Kein Hundekontakt an der Leine" :!:
Das lernt man in einer guten Hundestunde als erste Lektion.
Sicherlich sind Hundebegegnungen mit sozialisierten Hunden wertvoll, keine Frage.
Aber kann jeder Besitzer, der vielleicht gerade mit seinem ersten Hund und dann noch Welpen Gassi geht, sofort einen gut sozialisierten Hund erkennen? :shock:
Ich denke, er hat da, gerade in den ersten Wochen, mit seinem Hund genug zu tun.
Auch wenn die anderen Hundebesitzer meistens sagen "der tut nix".
Wer schon einmal gesehen hat wie sich zwei angeleinte Hunde an der Leine verschlungen haben, anschliessend in Panik geraten sind und sich gebissen haben, der wird mir hier sicher zustimmen und einen Hundekontakt an der Leine ablehnen.
Ein Welpe bekommt in so einer Situation einen Schock fürs Leben.

Dass der Zeitpunkt des Spielens vom Hundeführer bestimmt wird sollte normal sein :sup:

Der Welpe soll sich in diesem Bereich der Wohnung aufhalten, den er auch später zur freien Verfügung hat.


Stimmt voll und ganz, unsere Nabou darf sich im ganzen Haus frei bewegen.
Was ist so ungewöhnlich daran, dass ein Welpe, in der ersten Nacht, in einer Box, neben unserem Bett schläft?
Das darf Gottseidank jeder für sich bestimmen :mrgreen:
Ich hatte mir für die ersten zwei Wochen mit Nabou "Erziehungsurlaub" genommen :les

Übrigens war Nabou nach 2 Wochen stubenrein ;) und wir sind jetzt "Best Friends" :gut

Liebe Grüsse

beagler :machaugenauf
Leckerlitaschen gibt es bei
www.smack-bag.de

Bild
Benutzeravatar
beagler
Old Dog
Old Dog
 
Beiträge: 269
Registriert: 11.09.2003, 13:38
Wohnort: NRW

Beitragvon Leni & Amy » 19.01.2006, 11:42

Hallo Beagler,

ich finde es eine ganze tolle Idee,was Du da vorhast . Für uns kommt es zwar zu spät, aber viele Andere werden sich darüber freuen und die Beiträge werden eine große Hilfe sein. Wenn man das erste Mal einen Hund besitzt, ist man in vielen Dingen so unsicher. :respekt
Ich kann davon reden und viele Sachen habe ich auch noch nicht im Griff. Ich bin hier in der Stadt und in der Hundeschule Einzelkämpfer und so fühle ich mich auch manchmal. Deshalb freue ich mich immer " ins Beagleforum zu gehen " und wertvolle Tips und Anregungen zu finden. Vielen Dank dafür!

Liebe Grüße
Leni & Amy
 

Beitragvon beagler » 19.01.2006, 12:16

Hallo Leni,

danke :sup:

Ich bin aus dem gleichen Grund hier "gelandet".
Wenn du eine Idee hast, was man als "Tip für Neubeagler" mit aufnehmen kann, lass es mich wissen.
Bin für jeden Vorschlag dankbar :mrgreen:

Liebe Grüsse

beagler :machaugenauf
Leckerlitaschen gibt es bei
www.smack-bag.de

Bild
Benutzeravatar
beagler
Old Dog
Old Dog
 
Beiträge: 269
Registriert: 11.09.2003, 13:38
Wohnort: NRW

Beitragvon patrik » 19.01.2006, 12:52

Hallo Beagler

"Kein Hundekontakt an der Leine"
Das lernt man in einer guten Hundestunde als erste Lektion.


Da zweifle ich an der Qualität der Schule.

Du schreibst ja ein
Ratgeber für die ersten 6 Monate im Leben eines Beagle
und nicht für die ersten 4 Wochen beim neuen Besitzer.

Patrik
patrik
 

Beitragvon beagler » 19.01.2006, 14:02

Hallo Patrik,

ich wünsche mir viele konstruktive Vorschläge und weniger persönliche Zweifel :blah

Das ist mir zu persönlich :mrgreen:

Im übrigen gibt es bei mir bis heute keinen Hundekontakt an der Leine :sup: und ich stehe dazu.

Habe den Punkt Hundebegegnung nochmal erweitert.

Liebe Grüsse

beagler :machaugenauf
Leckerlitaschen gibt es bei
www.smack-bag.de

Bild
Benutzeravatar
beagler
Old Dog
Old Dog
 
Beiträge: 269
Registriert: 11.09.2003, 13:38
Wohnort: NRW

Beitragvon ehaec » 19.01.2006, 14:17

Hallo.
Keine Kontakt ist evt etwas grob formuliert.
Jedoch ist das Spielen von angeleinten Vierbeinern tabu.
Ein kleiner einwand zum Thema Hundebox.
Auch wir haben anfangs die Box benutzt und unsere Funny ist dort liebend gern hineingegangen.
Jedoch kann ich nachvollziehen wenn man sie ablehnt. Meiner Ansicht bleibt sie jedoch eine gute Ergänzung in der Zeit in der die KLeinen sonst nachts einafch mal durch Wohnung oder Haus streifen..oder auch Zimmer und dann mal hier und dort "hinmachen". Da nutzt auch nicht immer der Wecker.
Gruss.
ehaec
 

Beitragvon patrik » 19.01.2006, 14:21

Hallo Beagler

Wenn Du schon eine als Einstiegsseite fixierte Wegleitung schreiben willst, muss diese auch gewissen minimal Anforderungen genügen.
Da gehören keine Tipps wie "sperre deinen Hund über Nacht in die Box" hinein.

Bei solchen von mir aus gesehen falschen Tipps werde ich weiterhin meine Meinung dazu schreiben.
Ansonsten sorge bitte dafür, das die Seite nicht schon jetzt fixiert wird.
Bei entsprechender Qualität wird sie sich halten ansonsten wie viele andere Beiträge im Daten Nirvana verschwinden.

Das hat nichts mit persönlich sondern mit Qualität zu tun.

Patrik
patrik
 

Beitragvon jutta » 19.01.2006, 17:58

:fight
Hui, Ihr zwei Beiden :lol:

1. zur "Fixierung", habe ich gemacht, weil es dann für alle übersichtlicher ist, die daran mitarbeiten wollen, wenn Ihr Euch aber schon streitet, werden sich die anderen garnicht trauen und das wär schade, also FRIEDE :sup:

2. zur Box: Beagler ich würde es allgemeiner schreiben, also nicht von Dir und Nabou schreiben, sondern darauf hinweisen, das wenn der Welpe es z.B.beim Züchter schon gewöhnt ist mit der Box, es eine grosse Hilfe sein kann. Aber auch das Körbchen oder einen einfachen Karton mit einer Decke neben dem Bett wäre eine Möglichkeit. Jeder muss sich das für ihn geeignete heraussuchen. Dann auch die Möglichkeit sich am Anfang den Wecker alle zwei Stunden zu stellen, um mit dem Welp pieseln zu gehen. Ich denke da führen viele Wege nach Rom und wir sollten immer mehrere Möglichkeiten geben.

3. Welpen abholen: Hier hätte ich z.B. eine ganz andere Meinung. Man muss den Welpen nicht im Arm halten, mein Moritz wollte das z.B. garnicht. Wenn er Box gewöhnt ist, kann er da z.B. rein, wäre auch für kommende Autofahrten von Vorteil oder man setzt sich mit ihm hinten hin, aber lässt ihn auf einer Decke eingekuschelt liegen (ich hatte eine Decke bei der Züchterin, die wunderbar nach allen Welpis und nach Mama roch und darauf kuschelten sie sich ein).
Viel wichtiger aber finde ich, das bei längeren Autofahrten kleine Pausen gemacht werden, wo Welpi rausgesetzt wird, das man viele Papierrollen dabei hat, wenn Welpi spukt.

So, das erstmal auf die Schnelle von mir und bitte weiter viele Beiträge, wir werden schauen, wie und ob es eingearbeitet wird.
Gerade die neuen Welpenbesitzer können doch mal schreiben, wie das so war und wie sie es gemacht haben ;)
jutta
 

Beitragvon kira04 » 19.01.2006, 20:18

jutta hat geschrieben:3. Welpen abholen: Hier hätte ich z.B. eine ganz andere Meinung. Man muss den Welpen nicht im Arm halten, mein Moritz wollte das z.B. garnicht.


Hallo,

also meine Empfehlung wäre, die Abholung vor allem bei längerer Fahrt zu zweit zu machen.

Kira war von der ersten Sekunde an ein Schmuser, wollte auf den Arm, da wäre ich allein bei 3 Stunden Fahrt völlig überfordert worden.

Gruß,
Michael
Benutzeravatar
kira04
Junior
Junior
 
Beiträge: 72
Registriert: 12.01.2006, 00:04
Wohnort: Berlin

Beitragvon Sonny » 20.01.2006, 18:42

Hallo,

ich bin der Meinung ,daß man jeden Hund individuell betrachten und danach die Erziehung ausrichten sollte.
Da man oft dazu neigt, den Beagle durch die "Beaglebrille" zu betrachten, kann ich nur raten, eine gute Hundeschule zu besuchen und sich mit einem erfahrenen Trainer ein Bild von seinem Hund zu machen und danach die Erziehung auszurichten.

Gruß Angela
Sonny
 

Beitragvon jutta » 22.01.2006, 18:12

Hallo,
hier meine Gedanken zur Impfung des Welpen.

In den meisten Fällen werden die Welpen in der 8.Woche geimpft an die neuen Besitzer übergeben.
Die Nachfolgeimpfung wird in der 12. Woche empfohlen. Es macht aber überhaupt nichts, dies im Interesse des Welpen noch um 1-2 Wochen, nach hinten zu verschieben. Um so sicherer kann man sein, das dann die zweite Impfung greift, weil die mütterlichen Antikörper (maternale Antikörper), je älter ein Welpe ist, soweit abgebaut oder zumindest herabgesetzt sind, das man sicher gehen kann, dass der Welpe nun eigene Antikörper aufbauen kann.

Leider wird bei der zweiten Impfung gern Tollwut mitgeimpft. Da dies eine enorme Belastung des Immunsystems darstellt, weil hier inaktivierter Impfstoff und Lebendimpfstoff zugleich verabreicht wird , würde ich davon abraten und die Tollwutimpfe erst nach Abschluss des Zahnwechsels geben lassen.
In den meisten Fällen wird eine 5-oder 7-fach.Impfung dem Welpen gegeben, also gegen Staupe, Parvovirose, Hepatitis, Tollwut, Zwingerhusten und 2 Arten Leptospirose.
Zur Tollwutimpfe habe ich schon etwas geschrieben, Zwingerhusten lässt sich sehr gut behandeln, da es sich um eine normale Influenza handelt.

Die Leptospirose ist genau wie die Borreliose-Impfung ein bakterieller Totimpfstoff aus ganzen Bakterien, die mehr Nebenwirkungen als alle anderen Hundeimpfstoffe zusammen haben. Ganzkeim-Bakterine sind in der Humanmedizin nicht mehr üblich.
Zum anderen ist die Schutzdauer der Leptospiroseimpfung vier bis max. zwölf Monate, wenn überhaupt.

Auch über die Hepatitisimpfung könnte man streiten, da diese Erkrankung hier bei uns, so gut wie garnicht mehr vorkommt.

Also bleiben letztendlich noch Staupe und Parvovirose ev. Hepatitis übrig, welche ich impfen lassen würde.
Sehr gute Informationen über die Impfungen beim Hund erhaltet ihr auf der Seite www.haustierimpfung.de

Hier noch einige Hinweise, welche Nebenwirkungen Impfungen haben können. Ich kopiere das aus der Haustierimpfseite mal rein:

1.Anaphylaktische (allergische) Reaktionen:

* schwerer Schock unmittelbar nach der Impfung, muß sofort vom Tierarzt mit Antischockmitteln behandelt werden;


* Gesichtsödeme, Hauterkrankungen, unstillbarer Juckreiz;


* Durchfall und Erbrechen (manchmal blutig)

2.andere Reaktionen:

* Autoimmunerkrankungen: autoimmunhämolytische Anämie, eine schwere Blutkrankheit, in den meisten Fällen tödlich; Hypothyreose: Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, u. a. m.


* Nervenentzündungen, Lähmungen


* Enzephalitis (Hirnentzündung, teilweise mit schweren Krampfanfällen, unheilbar)


* Pannikulitis (Entzündung des Unterhautfettgewebes), Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäßwände) u. a. m.


* Impfsarkom: Tumor an der Impfstelle, bei Katzen relativ häufig, bei Hunden sehr selten, führt trotz Operation fast immer zum Tode
jutta
 

Beitragvon kira04 » 22.01.2006, 18:40

Hallo Jutta,

kannst Du noch was über Durchfälle und andere Nebenwirkungen der Impfungen sagen, einmal die in der 8.Woche, dann die Folgeimpfung, und dann zur Tollwutimpfung ? Unsere beide Hunde hatten jeweils größere Probleme damit, aber manche Ärzte sagen, daß könne eigentlich nicht sein...

Wäre sicher beruhigender, wenn man wüßte, obs davon kommt oder vom Leckerli im Park gefunden,das heimlich verschluckt wurde.

Gruß,
Michael
Benutzeravatar
kira04
Junior
Junior
 
Beiträge: 72
Registriert: 12.01.2006, 00:04
Wohnort: Berlin

Nächste

Zurück zu Welpenstube

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast